Erster Nachhaltigkeitsbericht der Stawag

Die Stadtwerke Aachen AG (Stawag) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht herausgegeben.

Der Bericht sei eine solide Basis für künftige Investitionsentscheidungen und die Erreichung ökologischer Ziele, erklärt das Unternehmen. Er bezieht sich auf die Jahre 2010 bis 2014 und erfasst umfangreiche Daten aus den Bereichen Energieerzeugung und Handel sowie Eigenverbrauch. Hinzu kommen Zahlen aus der Forschung und der Kooperation mit anderen Unternehmen. Die Erhebung orientiert sich am "GreenHouseGas-Protocol", einem weltweit anerkannten Instrument zur Quantifizierung und zum Management von Treibhausgasen, so die Stadtwerke. Der Nachhaltigkeitsbericht baut auf CO2-Bilanzen auf, die seit 2005 in Aachen erstellt werden.

So konnte die Stawag unter anderem die Eigenproduktion von Strom aus erneuerbaren Energien von 2010 bis 2014 von 50 Gigawattstunden auf mehr als 250 Gigawattstunden vervielfachen. Besonderen Anteil daran habe der Ausbau von Wind- und Solaranlagen gehabt. Zu den CO2-Emissionen wies Vorstand Dr. Christian Becker gegenüber ZfK darauf hin, dass der gesamte Ausstoß des kommunalen Versorgers in der Zeit von 2010 bis 2014 von knapp 1,2 Mio. Tonnen auf gut 920 000 Tonnen zurückgegangen ist. Das entspreche umgerechnet einer Abnahme von 30 Prozent.

Ein wichtiges Argument für den Nachhaltigkeitsbericht sei die damit verbundene Transparenz. Wer heute nicht über dieses „Instrument“ verfüge, habe einen klaren Wettbewerbsnachteil, betont Becker. Kunden im privaten wie gewerblichen Bereich erwarteten nachhaltige Produkte und Dienstleistungen – zum Teil schon deshalb, da sie ihrerseits die Nachhaltigkeit des Lieferanten dokumentieren wollen. (le)