Für Eon wird die Innogy-Übernahme zum Geduldsspiel.
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EU prüft Innogy-Kauf durch Eon bis August

Die geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch Eon verzögert sich nochmals weiter. Die EU-Wettbewerbshüter wollen sich nun für die Prüfung bis August Zeit nehmen.

Wie die Europäische Kommission auf ihrer Webseite mitteilte, läuft das Verfahren nach einer Unterbrechung wieder. Die Prüfung der Transaktion soll bis zum 23. August abgeschlossen sein.

Bereits im März und Anfang Mai war die Prüffrist gestoppt worden, weil die EU-Wettbewerbshüter weitere Unterlagen anforderten. Laut Einschätzung des Ökostromanbieters ging es dabei vermutlich um die Endkundenmärkte Smart Metering und Ladesäuleninfrastruktur in Deutschland.

Ein Teil der Transaktion bereits genehmigt

Der Stopp der Prüffrist sei nicht ungewöhnlich, hieß es Anfang Mai bei Eon. "Bei so großen und komplexen Transaktionen ist es durchaus üblich, dass dies mehr als einmal passiert", sagte eine Sprecherin. Von kurzen Verzögerungen sei Eon bereits bei der Planung der Transaktion ausgegangen. "Sie ändern daher weiterhin nichts an unserem generellen Zeitplan." Eon-Chef Johannes Teyssen hatte Mitte März bei der Vorlage der Bilanz für 2018 gesagt, er sei "zuversichtlich, dass wir die erforderlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte erhalten werden".

Innogy steht vor der Zerschlagung durch die Energiekonzerne RWE und Eon. Eon will die derzeit noch zu RWE gehörende Tochter komplett übernehmen und im Gegenzug den bisherigen Mehrheitsaktionär am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. Dabei will Eon das Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Den RWE betreffenden Teil der Transaktion haben die Wettbewerbshüter bereits genehmigt. (dpa/hcn/ls/hil)