EWE: Staatsanwalt ermittelt auch gegen Heidkamp

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen EWE-Chef Brückmann und Vertriebsvorstand Heidkamp eingeleitet.

Die Spendenaffäre beim Oldenburger Energieversorger EWE weitet sich aus. Wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg nicht nur gegen Vorstandschef Matthias Brückmann, sondern auch gegen Vertriebsvorstand Michael Heidkamp. EWE bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Nordwestzeitung".

Im Zentrum der Affäre steht eine Spende in Höhe von 253 000 Euro an die Stiftung der Boxer Vitali und Wladimir Klitschko im vergangenen Jahr. EWE-Chef Matthias Brückmann wird vorgeworfen, die Überweisung eigenmächtig veranlasst zu haben. Michael Heidkamp soll die notwendige zweite Unterschrift geleistet haben.

Aufsichtsratssitzung am 22. Februar entscheidet über Brückmanns Zukunft

Laut einem EWE-Sprecher kooperiert das Unternehmen eng mit der Staatsanwaltschaft. Der EWE-Vorstandsvorsitzende Matthias Brückmann lässt sein Amt derzeit ruhen, bereits in der vergangenen Woche hatte das Präsidium des Aufsichtsrates seine sofortige Ablösung empfohlen. Heidkamp hingegen hatte das Präsidium des Kontrollgremiums das volle Vertrauen ausgesprochen. Über die weitere Zukunft von Brückmann wird nun der gesamte Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. Februar entscheiden. Bei der Gelegenheit soll auch über die Besetzung der beiden vakanten Vorstandsposten beraten werden. (hoe)