Auch die Carsharing-Anbieter sind in der Corona-Krise erheblich unter Druck geraten.
Bild: © Montri/AdobeStock

Carsharing-Markt bricht ein

Die Corona-Krise wirkt sich massiv auf die Buchungszahlen aus. Die Branche erhofft sich Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen.

Einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Carsharing (bcs) unter seinen Mitgliedsunternehmen zufolge sind die Buchungszahlen bereits im März im Schnitt um 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Für April und Mai erwarten die Anbieter Buchungsrückgänge zwischen 50 und 80 Prozent. Mehr als ein Drittel der Unternehmen schätzt die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise als existenzbedrohend ein, teilte der Verband am Dienstag mit.

Viele Carsharing-Anbieter hätten bereits Kurzarbeit "in erheblichem Umfang" eingeführt, um Kosten zu sparen. Auch eine Reduzierung in den Fahrzeugflotten sei bei den meisten Unternehmen geplant. Der Bundesverband appelliert an die Politik, die Branche mit einem Maßnahmenpaket zu unterstützen.

Programm für Kliniken, Ärzte, Pflegepersonal

So sollten die Bundesländer kurzfristig ein Carsharing-Programm für Kliniken, Ärzte, Pflegepersonal einrichten, wodurch die betreffenden Berufsgruppen Fahrzeuge staatlich finanziert wochen- oder monatsweise anmieten könnten. Bund, Länder und Kommunen könnten zudem dafür sorgen, dass die eigenen Behörden und Verwaltungen öffentliche Carsharing-Angebote für dienstliche Fahrten einsetzen. (hil)