Kaufbeuren und Augsburg kooperieren

Das Städtische Wasserwerk Kaufbeuren hat eine Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg geschlossen.

Es gehe darum, das Wassernetz optimal auszubauen, um die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern, erklärt Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Das Städtische Wasserwerk habe dazu einen leistungsfähigen Partner gesucht und in den Stadtwerken Augsburg gefunden.

„Das ist ein Beispiel dafür, dass es den kommunalen Wasserversorgern um eine nachhaltige Sicherung der Trinkwasserqualität für die Bürger geht und nicht um Profitstreben“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, Dr. Claus Gebhardt, mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Diese zielt unter anderem darauf ab, dass Kommunen ihre Wasserversorgung europaweit ausschreiben müssen. Es dürfe bezweifelt werden, dass internationale Großkonzerne, die weltweit massiv in die Wassermärkte drängen, ebenso diesen Anspruch an Qualität und Nachhaltigkeit im Sinne der Bürger haben, so Gebhardt.

Die Kaufbeurer machen sich mit der Kooperation die Erfahrungen der Stadtwerke Augsburg zunutze. Dabei geht es darum, mit einem speziellen Computermodell das Wasserleitungsnetz optimal zu berechnen. Voraussetzung ist, dass das Leitungsnetz komplett und mit allen Leitungsquerschnitten in das Programm eingegeben wird. Berücksichtigt werden dabei auch die notwendigen Mengen für Löschwasser. Außerdem werden über eine Woche an 52 Punkten im Netz Wasserdruck und Durchflussmengen gemessen und ebenfalls in das System eingegeben, genauso wie hochgerechnete Verbräuche. (wa)