Eon hebt Ergebnisprognose an

Zügiger als erwartet haben sich die Eon-Gesellschaft Uniper und Gazprom auf Anpassung der Langfristverträge verständigt.

Die Eon-Tochter Uniper und der russische Konzern Gazprom haben sich auf eine Anpassung der Preiskonditionen für Langfristverträge geeinigt. Ein laufendes Schiedsverfahren zwischen den Unternehmen kann dadurch beigelegt werden, teilt Eon mit. Durch die Einigung können Rückstellungen aus den Vorjahren zum Teil ergebniswirksam aufgelöst werden und es entsteht ein positiver Einmal-Effekt im 1. Quartal diesen Jahres beim EBITDA von rund 380 Mio. Euro. Gleichzeitig kommt es durch die Inanspruchnahme der verbleibenden Rückstellungen, die über mehrere Jahre gebildet wurden, zu einem Cash-Abfluss von circa  800 Mio. Euro, voraussichtlich im 2. Quartal.

Für Eon wirkt sich die Einigung wie folgt aus: Durch den positiven Einmal-Effekt erhöht sich die Prognose von Eon für das Geschäftsjahr im EBITDA von  6,0 bis 6,5 Mrd. auf 6,4 bis 6,9 Mrd. Euro. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss sieht Eon statt 1,2 bis 1,6 Mrd. Euro nunmehr eine Spanne von  1,5 bis 1,9 Mrd. Euro. Diese Ergebnisprognose wird nach der Hauptversammlung am 8. Juni und der Abspaltung eines Mehrheitsanteils an Uniper deutlich nach unten angepasst werden müssen. Darauf hatte Eon bereits bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen Anfang März diesen Jahres hingewiesen. (hoe)