EEX erhält weitere CO2-Auktionen für 2013–2020

Die Börse EEX führt weitere Auktionen von CO2-Ausstoßrechten der Europäischen Investitionsbank für die dritte Handelsperiode durch.

Die Energiebörse teilte gestern zusammen mit ihrer Mutter, der Derivatebörse Eurex, mit, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) den letzten Teil ihrer ersten Auktionen aus der sog. NER-300-Reserve (erwartungsgemäß) ebenfalls an der EEX versteigern will. Vom 6. August bis 25. September sollen jeweils montags und dienstags 500 000 europäische CO2-Ausstoßrechte (EUA) der EU-Förderbank für die nächste Handelsperiode in Leipzig unter den Hammer kommen. Bis dahin soll dann der Verkauf von insgesamt 200 Mio. EUA für 2013–2020 abgeschlossen sein. Die EIB verkauft die EUA nicht nur durch diese Primärauktionen an der EEX, sondern auch im CO2-Sekundärmarkt sowie außerbörslich (OTC), wobei dann die EEX-Tochter ECC das Clearing (Garantie und Abwicklung) durchführt.

 

Die EUA stammen aus der sog. NER-300-Reserve von 300 Mio. EUA aus der dritten Treibhausgas-Handelsperiode 2013-2020. Sie ist in Artikel 10(a) 8 der EU-Emissionshandels-Richtlinie 2009/29/EG vorgesehen und soll den voraussichtlichen Bedarf neuer CO2-Emittenten an EUA der dritten Periode so abdecken, dass sie bereits im letzten Jahr der zweiten Handelsperiode die Gelegenheit haben, sich mit einer gewissen Menge einzudecken.

 

EEX-Chef Peter Reitz äußerte bei der Gelegenheit seine Freude, dass die EEX bislang mehr als 250 CO2-Primärmarktauktionen ohne Pannen durchgeführt habe. Die Leipziger Börse führt – für die zu Ende gehende zweite Handelsperiode – die Primärmarktauktionen von Deutschland, Holland und Litauen durch. (geo)