Flensburg steigert Stromabsatz

Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr den 200 000sten Privatkunden begrüßt.

Die Stadtwerke Flensburg haben im vergangenen Jahr den Konzernumsatz minimal auf 395,7 Mio. Euro erhöht (Vorjahr 392 Mio. Euro). Dabei erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss nach Steuern von 8,8 Millionen Euro, den es für die Chancen des Energiemarktes nutzen will. "Das operative Ergebnis von 23,7 Mio. Euro ist das zweite gute positive Ergebnis in Folge", so der Versorger in einer Pressemitteilung.

Zu den Einzelpositionen: Der Umsatz im Kerngeschäft mit Energie und Trinkwasser ging nach oben (380,1 Mio. Euro zu 376,4 Mio. Euro 2014). Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke: "Das gute Unternehmensergebnis 2015 bestätigt, dass wir unser Geschäft stabilisiert und auf eine breitere Basis gestellt haben. Diesen Weg wollen wir mit dem Geschäftsbereich Telekommunikation und dem damit verbundenen Ausbau des Glasfasernetzes in der Region konsequent weiter verfolgen. Überregional wollen wir zusätzliche Erträge mit dem für 2016 geplanten Einstieg in das bundesweite Erdgasgeschäft für Privat- und Geschäftskunden erwirtschaften."

Bei dem Vergleich der einzelnen Sparten der Stadtwerke dominiert mittlerweile eindeutig das Stromgeschäft. Im letzten Jahr steigerten die Stadtwerke ihren Stromabsatz an Endkunden durch Kundengewinne um 9,7 Prozent auf 1498 Mio. kWh. Insgesamt macht der Flensburger Energieversorger 80,9 Prozent seines gesamten Stromabsatzes außerhalb des Heimatmarktes Flensburg. Das Wachstum resultiert sowohl aus dem Privat- als auch aus dem Geschäftskundenbereich. Bundesweit, aber auch in der Region haben die Flensburger Kunden dazu gewonnen. Im Ergebnis konnten die Stadtwerke im Juni 2015 erstmals den 200 000sten privaten Stromkunden begrüßen.

Mit der Abwicklung der Tochter IT Power GmbH haben die Stadtwerke die Neuordnung ihres Beteiligungsgeschäftes im letzten Jahr abgeschlossen. Der Schwerpunkt liegt jetzt bei den kommunalen Infrastruktureinrichtungen. Ziel ist hier, die Verluste der Töchter, die von den Stadtwerken getragen werden und sich auf das Konzernergebnis auswirken, weiter zu minimieren. (al)