Gerüchteküche brodelt um Eon und Innogy

Die Übernahmespekulationen um Eon reißen nicht ab. Gerüchte über eine engere Zusammenarbeit mit Innogy werden entschieden dementiert.

Die Rechnung ist einfach. 77 Prozent des Transaktionsvolumens bei Akquisitionen und Übernahmen im vergangenen Jahr entfiel auf Finanzinvestoren. Gleichzeitig wird der Energiekonzern Eon aktuell an der Börse mit weniger als 14 Mrd. Euro bewertet, 2008 war er mit 105 Mrd. Euro kurzzeitig noch das wertvollste Unternehmen im DAX. Die Gefahr, dass ein großer Versorger wie Eon zum Ziel einer feindlichen Übernahme werden könnte, ist deshalb so groß wie noch nie, folgert das "Handelsblatt" in seiner heutigen Ausgabe.

Lukrative Netzsparte

Aktuell seien zwar weder Management noch Aufsichtsrat konkrete Avancen für eine Übernahme bekannt, aber Eon sei ein interessanter Kandidat. Zum einen liege die Börsenkapitalisierung um über 7 Mrd. Euro unter dem tatsächlichen Unternehmenswert. Zum anderen seien gerade auch Einzelbereiche wie die regionalen Netze von Eon sehr attraktiv. Deren Wert wird von den Analysten von Bernstein Research allein auf mehr als 15 Mrd. Euro geschätzt.

RWE hat bereits dementiert

Ein anderes Gerücht hat laut dem Branchenportal "Energate" jüngst die Nachrichtenagentur Bloomberg gestreut. Diese hatte vermeldet, dass Eon eine engere Zusammenarbeit bis hin zu einem Zusammengehen mit Innogy intern durchgespielt haben. Beide Unternehmen haben die Spekulationen aber nicht bestätigt, Innogy-Mutter RWE hat dies bereits dementiert. Bei Brancheninsidern lösten die Berichte Kopfschütteln aus. (hoe)