Handel im Oktober prozentual zweistellig nach oben

Die Strombörsenpreise für Deutschland/Österreich sind im Oktober auf breiter Front und prozentual zweistellig gestiegen, ergeben ZfK-Berechnungen.

Der Frontjahreskontrakt Base, also die Lieferung während des gesamten folgenden Kalenderjahres, kletterte gegenüber dem September-Durchschnitt von 26,68 auf 31,37 Euro pro MWh. Ein im Vergleich so hohes Niveau hatte es zuletzt im Juli 2015 gegeben. Spitzenlast (Lieferung Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr) kletterte von 33,48 auf 39,21 Euro pro MWh. Im Day-ahead-Markt, dem Hauptsegment des Spot, stieg der Schnitt der Tagesdurchschnitte im Oktober gar von 30,49 auf 37,13 Euro pro MWh. Es wurde also im Schnitt teurer, sich für den Folgetag mit Grundlast einzudecken als fürs nächste Jahr.

Beim Frontjahr sind das mit Abstand sowohl nominell in Euro als auch prozentual die höchsten Steigerungen zwischen zwei Folgemonaten seit mindestens 2015. Beim Frontjahr Grundlast betrug sie 4,69 Euro oder knapp 18 Prozent, bei der Spitzenlast 5,73 Euro oder gut 17 Prozent. Bislang war das größte prozentuale Plus mit knapp neun Prozent diesen Juni gegenüber Mai erzielt worden.

Im Day ahead (Grundlast) betrug die Steigerung fast 22 Prozent oder 6,64 Euro pro MWh. Zuletzt gab es im Juni zumindest prozentual ähnliche Werte.

Was die Aufwärtsentwicklung mit den französischen Kernkraftwerken zu tun hat, lesen Sie in der gedruckten Novemberausgabe der ZfK, die nächsten Montag erscheint. (geo)