Hanwha-Konzern aus Südkorea kauft Q-Cells

Die Gläubiger von Q-Cells haben dem Verkauf des Geschäftsbetriebs an den südkoreanischen Mischkonzern Hanwha mit großer Mehrheit zugestimmt.

Die Hanwha-Gruppe wird im Rahmen einer "übertragenen Sanierung" rd. 1.250 der 1.550 Mitarbeiter sowie den größten Teil der gesamten Q-Cells-Gruppe übernehmen. dazu gehört der Standort in Bitterfeld-Wolfen mit Forschung, Entwicklung und Produktion von Solarzellen und -modulen sowie der Verwaltungsstandort Berlin. Im Ausland bleibt der Produktionsstandort in Malaysia unverändert mit 500 Mitarbeitern erhalten, außerdem einige der internationalen Vertriebsgesellschaften. Die meisten Arbeitsplätze werden überwiegend in der Verwaltung abgebaut, da zahlreiche Doppelungen mit der Organisation der Hanwha- Gruppe bestehen.

Enttäuscht zeigte sich das spanische Solarunternehmen Isofotón S.A., das ebenfalls ein Angebot für Q-Cells abgegeben hatte. Der Chef von Isofotón, Angel Luis Serrano bedauerte die Entscheidung. "Wir müssen das Votum der Gläubiger akzeptieren. Wir glauben aber, dass wir das bessere Angebot abgegeben hatten", sagte er. (sg)