Die RWE-Zentrale in Essen
Bild: © RWE AG

Innogy-Deal: RWE stockt Kredite auf

Die Zerschlagung der eigenen Tochter und die Übernahme des Erneuerbaren-Geschäfts von Eon kosten, bevor sie sich auszahlen. RWE hat seine Kreditlinie erneuert und erhöht.

Die Vorbereitungen für die Zerschlagung der RWE-Tochter Innogy laufen auf Hochtouren. Der Deal ist bereits bei der EU-Kommission angemeldet und nun sorgt RWE für die nötige Liquiditätssicherung.

Die Essener haben einen neuen Kreditvertrag über fünf Mrd. Euro abgeschlossen. Die syndizierte Kreditlinie ersetzt damit die bestehende Vereinbarung in Höhe von drei Mrd. Euro. Ausbezahlt wird das Geld in zwei separaten Tranchen mit einer Laufzeit von zwei und fünf Jahren. Eine Laufzeitverlängerung von einem beziehungsweise zwei Jahren ist möglich. Die Kreditlinie stammt von 27 internationalen Banken und war deutlich überzeichnet.

Eon plant ebenfalls mit fünf Mrd. Euro

Markus Krebber, Finanzvorstand der RWE betonte: „Die vorzeitige Refinanzierung der bestehenden Kreditlinie bietet langfristig finanzielle Flexibilität und ermöglicht die reibungslose Integration des Erneuerbaren-Geschäfts von Innogy und Eon.  Die große Resonanz unserer Bankpartner belegt das Vertrauen in unsere Geschäftsstrategie, RWE zu einem führenden Anbieter Erneuerbarer Energien zu machen.“ (ls)

Im Rahmen der Innogy-Zerschlagung wird RWE das Erneuerbaren-Geschäft des ehemaligen Konkurrenten übernehmen. Eon wiederum konzentriert sich künftig auf den Netzbetrieb und Stromtransport. Eon hat sich seinen syndizierten Kredit über ebenfalls fünf Mrd. Euro bereits 2018 gesichert. (ls)