Die Thüga ist seit zehn Jahren im Besitz eines großen Stadtwerke-Konsortiums. Bild: © Thüga

Jubiläum: Vor zehn Jahren wurde die Thüga kommunal

Die Thüga ist neben den großen börsennotierten Energiekonzernen im Lande die stärkste Kraft in der Branche, und sie ist ein kommunales Unternehmen. Stadtwerke und Kundschaft profitieren davon.

„Zusammenarbeit schafft Mehrwert“: das ist das Motto der Thüga, eines der großen kommunalen Energie- und Wasserdienstleister in Deutschland. Vor zehn Jahren fiel dort der Startschuss für die Kommunalisierung. Im Sommer 2009 verkaufte der Eon-Konzern die Thüga an ein Konsortium kommunaler Versorger, zu dem die Stadtwerke Hannover, die Mainova in Frankfurt und die N-Ergie in Nürnberg gehörten. Die drei erwarben jeweils 20,53 Prozent der Thüga-Anteile Dazu kommt die Gruppe „Kom9“, in der sich 47 kommunale und regionale Energieversorger versammmelt hatten. Dies Konsortium erwarb die restlichen 38,41 Prozent der Thüga-Anteile.

Die rund 100 Stadtwerke und Regionalversorger der Thüga-Gruppe mit mehr als 20.000 Mitarbeitern gehen gemeinsam die Herausforderungen der Energiewirtschaft an und leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende vor Ort. Der Verkauf der Thüga veränderte dabei einerseits wenig, andererseits viel. Gleich bleibt die grundsätzliche Ausrichtung, das kommunale Thüga-Modell – die Mehrheit der Anteile an den Stadtwerken halten in der Regel Städte und Gemeinden. Die Thüga Aktiengesellschaft ist als Minderheitsgesellschafterin beteiligt.

Wachstum unter kommunaler Führung

Neu war 2009, dass die Thüga wieder frei war, um zu wachsen. Der Erwerb neuer Partnerunternehmen war unter Eon vom Kartellamt untersagt worden. Sowohl die kommunale Ausrichtung als auch die Skaleneffekte durch gemeinsame Lösungen oder gemeinsamen Einkauf machten und machen die Thüga erfolgreich und attraktiv für weitere Regionalversorger und Stadtwerke. Christof Schulte, Finanzvorstand der Thüga, resümiert: „Seit der Kommunalisierung der Thüga im Jahr 2009 konnte die Thüga-Gruppe nachhaltig wachsen.“ Das schlage sich auch in den wirtschaftlichen Kennzahlen der Thüga nieder, die in den letzten zehn Jahren gesteigert werden konnten.

Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft, betont: „Gerade in Zeiten grundlegenden Wandels sind vor allem solche Unternehmen erfolgreich, die miteinander kooperieren, die ihre Kräfte bündeln, gemeinsam Entwicklungen vorantreiben, Synergien heben und branchenweite Standards definieren – gleichzeitig aber eigene unternehmerische Verantwortung tragen, vor Ort flexibel und agil operieren können.“ Die Unternehmen der Thüga-Gruppe hätten in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam die Herausforderungen unserer Branche mit Bravour gemeistert, so Riechel weiter. (sig)