Juwi erhält Konsortialkredit über 252 Millionen Euro

Mit dem Darlehen soll das operative Geschäft der kommenden drei Jahre gesichert werden.

Dem Wörrstädter Energiespezialisten Juwi ist es gelungen, mit 13 Geldinstituten unter Führung von Deutsche Bank, DZ Bank und Uni-Credit einen Kreditvertrag über 252 Mio. € abzuschließen. Die Kreditlinie von über 250 Mio. € soll die finanzielle Basis für das operative Geschäft der nächsten Jahre schaffen. Dabei liegt das aktuelle Finanzierungsvolumen um mehr als ein Viertel über der Gesamtsumme der bisherigen bilateralen Kredite und übertrifft das angepeilte Mindestvolumen deutlich. Sascha Röber, bei Juwi für den Bereich Corporate Finance zuständig, freut sich über den "Vertrauensbeweis aus der Finanzwelt", der vor dem Hintergrund der Probleme anderer Unternehmen insbesondere aus der Solarbranche gar nicht hoch genug bewertet werden könne. Juwi-Finanzvorstand Martin Winter wertet indessen als gutes Zeichen, dass sich fünf Neubanken, darunter die KfW-Gruppe, an dem Konsortium beteiligt haben. Juwi gewinne so erheblich an Planungssicherheit für die nächsten strategischen Schritte.

2012 hatte sich Juwi neu aufgestellt. Der Windenergie wird auch künfig eine bedeutende Rolle zugewiesen, zumal das Unternehmen 2012 Marktführer bei der Neuinstallation von Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland gewesen sei. Juwi peile für 2013 eine ähnlich gute Position an. Doch auch die "behutsame" Internationalisierung und Durchdringung "ausgewählter" Auslandsmärkte, die Stärkung der Aktivitäten im Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung sowie der gezielte Aufbau eines Endkundengeschäftes seien von den Banken offensichtlich honoriert worden, so ein Sprecher des Energieunternehmens. Auch der im vergangenen Jahr eingeleitete Konsolidierungs- und Sparkurs habe überzeugen können. (msz)