LVV senkt Verschuldung und steigert Investitionen

Der LVV-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück. Jedoch gab es Umsatzeinbrüche: 19,7 % waren es bei den Stadtwerken Leipzig.

Gegenüber dem Vorjahr hat die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV) ihr Betriebsergebnis um 17,1 Mio. auf 63,3 Mio. € verbessert – ohne Berücksichtigung der Erlöse durch Veräußerungen der Stadtwerke-Leipzig-Tochterunternehmen Perdata und HL Komm. Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung um 15 Mio. auf 562 Mio. €. Der Umsatz reduzierte sich von knapp 4,4 Mrd. auf 3,6 Mrd. € aufgrund einer planmäßigen Anpassung des Großhandels an europarechtliche Rahmenbedingungen, teilte LVV mit. Die Investitionen in die Infrastruktur zur Daseinsvorsorge steigerten sich von 145 Mio.  auf 161 Mio. €.

Die Konzerntochter Stadtwerke Leipzig erwirtschaftete mit 67,2 Mio. € das beste operative Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Der Gewinn geht zu 100 % an die Stadt Leipzig. Gleichzeitig sanken die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 19,7 % auf 3226,3 Mio. €.  Dies sei insbesondere den gesunkenen Strompreisen am Großhandelsmarkt und dem regulierungsbedürftigen Rückgang im Terminhandel geschuldet.

Die Tochtergesellschaft Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH (KWL) erzielte 2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 11,9 Mio. €. Der Jahresüberschuss des vergangenen Geschäftsjahres hingegen werde noch stark von der Auflösung der vorsorglich gebildeten außerordentlichen Rückstellungen für mögliche Risiken im Klageverfahren zwischen den KWL und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Höhe von 77,6 Mio. € beeinflusst (Die ZfK berichtete: "KWL unterliegt wegen Finanzwetten vor Gericht"). Inzwischen konnte diese Rückstellung gewinnerhöhend aufgelöst werden, da die Mutter LVV eine Freistellungsvereinbarung gegenüber den KWL abgegeben hatte – sofern diese im LBBW-Prozess in Anspruch genommen werde. Aus ihrer regulären Geschäftstätigkeit erwirtschafteten die KWL 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 137,2 Mio. € – ein Plus von 9,5 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt investierte man im vergangenen Geschäftsjahr 37,8 Mio. € in die Trinkwasserversorgung, das sind 9,2 % weniger als im Vorjahr.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), ebenfalls Tochtergesellschaft der LVV, verzeichnete mit insgesamt 142,2 Mio. Fahrgästen erneut einen Rekord. Im Vorjahr waren es noch 3,1 Mio. Fahrgäste weniger gewesen. Dies sei vor allem den Stammkunden zu verdanken, denn immer mehr Menschen würden sich für die Abo-Möglichkeiten der LVB entscheiden, so das Verkehrsunternehmen. Auch das Kostenoptimierungsprogramm "Fokus 25" komme voran, und habe geholfen, das Betriebsergebnis zu verbessern. Die Investitionen in die Infrastruktur erhöhten sich im vergangenen Jahr um 11,5 Mio. €. (sg)