Privatkunden mit Stadtwerken zufrieden

Privatkunden sind mit den Leistungen ihres Stadtwerks insgesamt zufrieden, geht aus einer Befragung von ASEW und Imug hervor.

Die Kunden schätzen die Stadtwerke vor allem wegen ihres freundlichen Auftretens, einer hohen Vertrauenswürdigkeit und der starken Präsenz in der Region. Dies geht aus einer Befragung hervor, die die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW) in Zusammenarbeit mit der Imug Beratungsgesellschaft aus Hannover durchgeführt hat. Dennoch nimmt die Bleibebereitschaft der Kunden ab.

Zwischen August und November hatte die ASEW knapp 2000 Privatkunden von sieben Mitgliedsunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet befragt. Die Zufriedenheit der Kunden mit den Stadtwerken verstetigt sich auf einem hohen Niveau: 72 % sind „sehr“ oder „eher zufrieden“ mit ihrem Versorger. Vor allem die gute Versorgungssicherheit rechnet man den Stadtwerken hoch an. 88 % sind an dieser Stelle „sehr“ oder „eher zufrieden“ mit den lokalen Energieversorgern. Ähnlich gute Zustimmungswerte erhalten die Stadtwerke für Korrektheit der Abrechnung.

Trotz der grundsätzlich guten Ergebnisse nimmt die Loyalität der Kunden ab. Nur 65 % geben an, „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ Kunde zu bleiben. 2012 waren es noch 74 %. „Grund dafür dürften auch die steigende Preise im Stromsektor sein, die vor allem durch gesetzliche Umlagen verursacht sind“, so ASEW-Chefin Daniela Wallikewitz. Die Preissensibilität bei den Kunden steigt – und viele halten sich den Wechsel zu einem Billiganbieter offen. Für die Stadtwerke gilt es daher nach Ansicht der ASEW-Chefin, die teilweise kostenlosen Zusatzangebote wie Energieberatung weiter auszubauen und stärker zu kommunizieren sowie auch neue Angebote für die Kunden zu entwickeln.

Laut der ASEW-Studie legen zudem immer mehr Kunden Wert darauf, ihre Verträge mit dem Energieversorger auch über das Internet abwickeln zu können. „Gerade um jüngere Menschen als Kunden zu halten, sollten Stadtwerke ein entsprechendes Angebot aufbauen“, so Wallikewitz. (wa)