PwC-Umfrage: Die Hälfte will neuen Stromanbieter

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger denkt darüber nach, in den kommenden zwölf Monaten den Stromanbieter zu wechseln (54 %).

Bei Stromkunden, die in der Vergangenheit schon einmal gewechselt haben, liegt der Anteil derer, die einen neuen Anbieter ins Auge fassen, bei 70 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1000 Bundesbürgern zeigt.

Bei der Bereitschaft, den Stromanbieter zu wechseln, zeigen sich lt. Dr. Norbert Schwieters, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei PwC, deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Jüngere Menschen seien deutlich wechselfreudiger. Mehr als 70 Prozent der befragten Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 29 Jahren haben in den vergangenen drei Jahren schon einmal den Stromanbieter gewechselt. Im Schnitt hat das dagegen nur jeder zweite Deutsche in diesem Zeitraum getan. Für 90 Prozent ist dabei ein günstigerer Preis des neuen Versorgers ausschlaggebend. Der Wunsch nach Ökostrom spielt nur bei 28 Prozent der Jüngeren eine Rolle. Über alle Altersklassen hinweg sind es nur 17 Prozent, die aus ökologischen Gründen den Anbieter wechseln wollen.

Mit Themen wie das vernetzte Zuhause (Smart Home) oder intelligente Zähler (Smart Meter) können Bundesbürger bislang noch wenig anfangen, wie die PwC-Umfrage zeigt. So haben drei Viertel von ihnen den Begriff Smart Home noch nie gehört. Bei Smart Meter sind es 38 Prozent, die nichts mit dem Begriff verbinden.

 

Selbst Strom zu produzieren und damit weniger abhängig von Stromversorgern zu sein, können sich 65 Prozent der Deutschen vorstellen. Dabei zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: Im Süden sind 70 Prozent der Menschen bereit, zu Prosumern von Strom, also zu Konsumenten und Produzenten zugleich zu werden. Im Norden sind es dagegen nur 60 Prozent. Das hängt auch mit den besseren Voraussetzungen zusammen, die in südlichen Bundesländern für Solaranlagen gegeben sind.

 

Im Schnitt geben die Deutschen 88 Euro im Monat für Strom in ihrem Haushalt aus. 40 Prozent sind dabei mit den Preisen unzufrieden. Im Allgemeinen erweisen sich die Deutschen über die Kosten als gut informiert: Nur jeder sechste Deutsche kennt nicht die Kosten seines Stromverbrauchs. Allerdings hängt das stark vom Alter der Befragten ab: So weiß ein Drittel der Menschen unter 30 Jahren nicht, wie viel sie für Strom ausgeben. Bei der Generation 60plus sind es dagegen nur zwölf Prozent. (ad)