Gestern hat man sich auf einen möglichen Kaufpreis für die Anteile an dem Regionalversorger Eon Westfalen-Weser (EWA) geeinigt. Bild: Jorma Bork / pixelio.de

Rein kommunale Zukunft für EWA

Vertreter der Kommunen und des Eon-Konzerns haben sich auf einen Preis für die Anteile an Eon Westfalen-Weser (EWA) geeinigt.

Gutachter beider Seiten – Eon AG und "Aktionärsausschuss" unter Leitung der Bürgermeister Heinz Paus (Paderborn) und Bruno Wollbrink (Herford) – haben sich auf einen Unternehmenswert von 700 Mio. Euro verständigt. Weil die EWA bereits zu 37 % den Kommunen gehört, müssen Städte, Gemeinden und Kreise im Raum Paderborn, Lippe, Herford und Minden für eine komplette Kommunalisierung noch 440 Mio. Euro bezahlen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Hans-Joachim Reck begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Aus Sicht des VKU zeige das gemeinsame koordinierte und gut vorbereitete Vorgehen der kommunalen Anteilseigner musterhaft, dass die Kommunen gemeinsam eine große Wirkungskraft entfalten könnten. Als großer kommunaler Netzbetreiber könne die EWA Kommunen zu mehr Einfluss beim Ausbau relevanter Infrastrukturen verhelfen. "Die Verhandlungsergebnisse zeigen, welche große Bedeutung kommunalwirtschaftliche Strukturen für eine dezentral umgesetzte Energiewende haben", so Reck. (ad)