Schiedsgericht erkennt Steag-EVN 200 Mio. Euro zu

Der Projektgesellschaft "Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft" sind von einem Schiedsgericht Ansprüche in Höhe von rund 200 Mio. Euro zuerkannt worden.

Mit dem für die gemeinsame Projektgesellschaft von Steag und EVN positiven Urteil endete ein Schiedsverfahren gegen das Generalunternehmerkonsortium (Hitachi), bestehend aus Hitachi Ltd. und Hitachi Power Europe GmbH, teilte die Steag mit, die dies als großen Erfolg wertet.

Steag und EVN haben 2005 die Projektgesellschaft zum Bau des neuen Steinkohlekraftwerkes in Walsum gegründet. Mit einem Anteil von 51 Prozent hat Steag die Mehrheit. 2006 wurde mit dem Bau des Kraftwerksblockes Walsum 10 in Duisburg begonnen. Dessen kommerzieller Betrieb erfolgte im Dezember 2013.

Nach den ursprünglichen Planungen sollte die neue Anlage Ende 2009 ans Netz gehen. Dies war jedoch nicht möglich, da im Rahmen der Errichtung des Kraftwerks Walsum 10 unter anderem Maßnahmen zum Austausch von Kesselteilen notwendig waren, mit denen eine Verzögerung des Baufortschritts einherging, erläutert Steag. Da Hitachi nicht bereit war, die dadurch verursachten Mehrkosten zu übernehmen, hatte die Projektgesellschaft im Jahr 2013 ein Schiedsverfahren gegen Hitachi beim Internationalen Schiedsgerichtshof (International Court of Arbitration ICC ), Paris, eingeleitet. Hitachi hatte Klageabweisung beantragt und eine Widerklage eingereicht.

Weitere Nebenverfahren, unter anderem Klagen gegen die Montageversicherung, sind noch bei verschiedenen Gerichten anhängig. (ad)