Schweinfurt: Klage wegen Mobbings abgelehnt

Wegen Mobbing am Arbeitsplatz soll sich eine Angestellte der Stadtwerke Schweinfurt im Februar 2010 das Leben genommen haben.

Das Landgericht Schweinfurt hat die Klage eines Witwers wegen Mobbing an seiner Frau gegen die Stadtwerke Schweinfurt abgewiesen, berichtet der Bayerische Rundfunk. Der Mann hatte die Stadtwerke nach dem Selbstmord seiner Frau im Februar 2010 auf 40 000 € Schadenersatz, 270 000 € Unterhaltsleistungen und 7000 € Beerdigungskosten verklagt. Das Gericht hat nun die Klage zurückgewiesen, da in Fragen von Schikane oder Mobbing kein System zu erkennen gewesen sei. Die Angaben des Klägers allein hätten außerdem zur Zulassung der Klage nicht ausgereicht, so die Richterin.

Der Kläger hatte ausgesagt, dass seine Frau von einer Kollegin u. a. wegen Problemen im Umgang mit einem Computerprogramm gemobbt worden sei. Sie sei als Vorsitzende der Schwerbehindertenvertretung zudem gedrängt worden, von ihrem Amt zurückzutreten. Als sie sich geweigert habe, seien Schikanen und Anfeindungen intensiviert worden. Die Frau habe ihren Vorgesetzten mehrfach über ihre Verzweiflung und Selbstmordgedanken informiert, die Stadtwerke haben sich aber nicht erpressen lassen wollen. Auch der Geschäftsführer sei durch den Betriebsrat über die Probleme im Bilde gewesen. (msz)