Sehr hohe Potenziale in NRW bei Lastmanagement

In einer Studie der Energieagentur NRW werden Potenziale, Hemmnisse, Handlungsoptionen von Lastmanagement untersucht.

Die Studie der Energieagentur NRW systematisiert die Flexibilitätsoption Lastmanagement in ihren unterschiedlichen Anwendungsformen in Nordrhein-Westfalen. Diese sind unterteilt in Lastverzicht, Lastverschiebung und Lasterhöhung. Nicht näher beleuchtet wird hingegen der Aspekt der Sektorenkopplung, also die Umwandlung von Überschussstrom.

Differenziert wird außerdem noch in technische, wirtschaftliche und erschlossene Potenziale. Demnach verfügt NRW aufgrund seiner Bevölkerungsdichte und wirtschaftsstrukturellen Gegebenheiten über sehr hohe Potenziale. Betrachtet man die technischen Lasterhöhungspotenziale, die mindestens zwei der Wertigkeitskriterien Verfügbarkeit, hinreichende Abrufdauer und längere Verschiebmöglichkeiten erfüllen, ergeben sich hier 8,4 GW in NRW; davon sind 5,8 GW den privaten Haushalten zuzuordnen. Die Lastreduktionspotenziale, die ebenfalls mindestens zwei der Wertigkeitskriterien erreichen, summieren sich auf rund 1,3 GW und sind zum größten Teil der energieintensiven Industrie zuzurechnen.

Die tatsächliche Erschließung der identifizierten technischen Lastmanagementpotenziale sei jedoch unter anderem von der Entwicklung des energiewirtschaftlichen Bedarfs, der Veränderung von Preisen und Preissignalen am Strommarkt sowie weiteren rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Parametern abhängig. Die komplette Studie gibt es hier. (sg)