Smart-Meter-Rollout am Wichtigsten

In einer Edna-Umfrage gaben 79 Prozent der Mitglieder an, das Thema Rollout liege vor allen anderen. Direktvermarktung dagegen verliert an Bedeutung.

Der Edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation ist die Vereinigung von Softwareherstellern, IT-Dienstleistern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Alljährlich führt der Verband eine Umfrage durch. Dieses Jahr nahmen fast drei Viertel aller Edna-Mitglieder teil. Dabei zeigte sich, dass auch 2017 der Rollout intelligenter Messsysteme dominiert. Dennoch war der Sprung nach oben eindeutig.

So waren es ein Jahr zuvor noch 26 Prozent gewesen, die die Unterstützung des Rollouts als sehr wichtig oder wichtig beurteilt haben. Inzwischen sind es 79 Prozent der Befragten, die dies so sehen. Viele andere Themen würden daher erst einmal hinten angestellt, heißt es weiter.

Klare Rahmenbedingungen gefordert

In den Antworten wurde aber auch betont, dass die Rahmenbedingungen vom Gesetzgeber klar und fehlerfrei vorgegeben werden müssen. Auch die Fristlegungen bräuchten genügend Spielraum für die Einführung und das Qualitätsmanagement.

Für die Standardisierung der Marktkommunikation in Europa sprachen sich die Edna-Mitglieder demnach geschlossen aus. 48 Prozent sehen das Thema für wichtig an und sind auch der Meinung, dass der Verband aktiv unterstützen sollte. Knapp 20 Prozent finden es sogar sehr wichtig. Gleichzeitig ist die Umsetzung für dieses Jahr für ein Drittel der Befragten noch kein Thema.

Flexibilitäten stehen ebenfalls ganz oben

Der Aufbau von behördlichen Melderegister wie dem Stammdatenregister ist für 58 Prozent der Edna-Mitglieder wichtig oder sehr wichtig. Fast 40 Prozent sehen hier jedoch noch keinen Handlungsbedarf. Anders ist dies beim Thema Flexibilitäten. Für über 70 Prozent stehen Flexibilitätsoptionen, virtuelle Kraftwerke oder Regelenergiestrategien in diesem Jahr auf der Tagesordnung.

An Bedeutung hat dagegen die Direktvermarktung verloren: Waren es ein Jahr zuvor noch mehr als 70 Prozent der Edna-Mitglieder, die diese als wichtiges Thema sahen, sind es dieses Jahr nur noch die Hälfte. Die Beschäftigung mit Blockchain laufe gerade erst an. 43 Prozent sagen, das Thema sei wichtig, 14 Prozent finden es sogar sehr wichtig aber 43 Prozent denken, dass sich hier noch wenig tun werde in diesem Jahr.

Elektromobilität auf dem Schirm


Die Elektromobilität wird kommen und damit werden die Aufgaben für die IT in diesem Bereich steigen, so das Fazit der Edna-Umfrage. 63 Prozent haben daher das Abrechnungsthema im Fokus, 56 Prozent die Steuerung ganz allgemein und ebenso viele sehen die Themen rund um die Ladeinfrastruktur schon 2017 an Bedeutung gewinnen.

Ebenfalls Fahrt aufnehmen wird das Datenformat für den Austausch digitaler Rechnungen, "ZUGFeRD". Mehr als die Hälfte der Edna-Mitglieder will sich damit 2017 beschäftigen. (sg)