Bild: EnBW / Uli Deck, Karlsruhe

Stabiles Halbjahresergebnis bei EnBW

Gewinne im Vertriebsgeschäft und bei erneuerbare Energien wachsen. Konzernüberschuss liegt bei 1 Mrd. €.

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW hat im ersten Halbjahr 2015 ein operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) von 1,28 Mrd. € erzielt. Das entspricht einem geringfügigen Plus von 0,4 %. Zu dieser stabilen Entwicklung haben laut EnBW insbesondere das Vertriebsgeschäft als auch der Geschäftsbereich Erneuerbare Energien mit einem Wachstum beigetragen. Der Konzernüberschuss betrug 1,06 Mrd. € gegenüber einem Fehlbetrag von 735 Mio. € im Vorjahr. Für das gesamte Geschäftsjahr geht EnBW unverändert davon aus, dass das Adjusted EBITDA auf Konzernebene zwischen 0 und 5 % unter dem Niveau von 2014 liegen wird.

Im Segment Vertriebe stieg das Adjusted EBITDA um 36 % auf 179,4 Mio. €. Wesentlicher Treiber war der temperaturbedingt höhere Gasabsatz. Darüber hinaus trugen Optimierungsmaßnahmen im Stromvertrieb zu der Ergebnisverbesserung bei. Das Adjusted EBITDA des Segments Netze lag mit 437 Mio. € um 7 % unter dem Vorjahreswert. Temperaturbedingt höhere Erlöse aus der Netznutzung wurden im Wesentlichen durch geplante Personalaufstockungen für den Netzausbau sowie durch gestiegene Pachtaufwendungen, die aus der Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit der Stadt Stuttgart resultieren, kompensiert. Zusätzlich wirkte sich die nachträgliche Anpassung des Wasserpreises in Stuttgart ergebnisbelastend aus.

Im Segment erneuerbare Energien lag das Adjusted EBITDA mit 87,5 Mio. € um 8 % über dem Vorjahreswert. Die gefallenen Großhandelsmarktpreise für Strom und die damit einhergehende negative Ergebnisentwicklung der Laufwasserkraftwerke wurden durch die schrittweise erfolgende Inbetriebnahme des Offshore-Windparks EnBW Baltic 2 und den Zubau bei Onshore-Windkraftanlagen überkompensiert. Das Adjusted EBITDA des Segments Erzeugung und Handel verringerte sich im Periodenvergleich um 9 % auf 542,5 Mio. €. (wa)