Das onlinebasierte B2B-Angebot "Stadtwerke Mall" wird mit der VKU-Plattform "KommunalDigital" zusammengelegt.
Bild: © Heimkraft

Stadtwerke Mall und Kommunal Digital fusionieren

VKU Service führt die Stärken der beiden Angebote auf einer Plattform zusammen. Die Gründer der Stadtwerke Mall sehen darin enorme Chancen für die Weiterentwicklung der kommunalen Dienstleistung.

Auf dem Stadtwerkekongress in Köln im vergangenen Jahr hatte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) eine enge Kooperation seiner neuen Service-Plattform "KommunalDigital" mit dem virtuellen Kaufhaus "Stadtwerke Mall" angekündigt. Mitllerweile hat die VKU Service GmbH den Online-Marktplatz gekauft, die Zusammenlegung der Plattformen soll laut einem Bericht des Branchenportals "Energate" bis zur VKU-Verbandstagung am 11. März in Berlin umgesetzt sein. In der Mall werden künftig auch Produktpartner aus der Industrie ihre Lösungen vorstellen können.

"Der Kauf ist mehr als ein Zusammenschluss. Es geht um das gemeinsame Ziel, kommunale Unternehmen zu vernetzen und Kompetenzen und Ressoucen zu bündeln", teilt ein Sprecher der VKU Service GmbH auf  ZfK-Anfrage mit. Für die Ermittlung des Kaufpreises habe man sowohl eine Due Diligence als auch eine Stichtagsbewertung berücksichtigt, sodass sich beide Partner auf eine vernünftige wirtschaftliche Basis geeinigt hätten. Ein konkreter Kaufpreis wurde nicht genannt.

Wachsendes Geschäftspotenzial

"Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes sind genau die Zielgruppe der Stadtwerke Mall. Mit der Integration der Mall in die VKU-Serviceplattform KommunalDigital erreichen wir als Lösungsanbieter künftig also auf einen Schlag einen Großteil aller potenziellen Kunden", so der Sprecher weiter. Als Teil des KommunalDigital-Netzwerks sehe man für den digitalen Marktplatz wachsendes Geschäftspotenzial. Ziel sei es, die Klickzahlen nicht nur für den Marktplatz, sondern die Plattform allgemein zu steigern. "Hier sind wir seit dem Launch zum VKU-Stadtwerkekongress im September 2018 bereits auf einem guten Weg", heißt es.

Die Stadtwerke Mall waren 2016 von der Kooperation Heimkraft mit dem Ziel gegründet worden, den Einstieg von Stadtwerken in neue Geschäftsfelder und die Produktentwicklung zu beschleunigen. Hinter Heimkraft stehen die Stadtwerke Peine, Eutin, Speyer und die Kooperation Südweststrom. Das virtuelle Kaufhaus sollte Entscheidern aus der Kommunalwirtschaft einen Marktüberblick über verschiedene Anbieter von Produkten und Dienstleistungen verschaffen.

Heimkraft: "VKU als idealer Partner"

"Durch die Zusammenführung der Angebote etablierter Stadtwerke-Kooperationen entstand erstmals ein Metanetzwerk mit einer klaren Fokussierung auf Innovation und Effizienzsteigerung in der deutschen Stadtwerkelandschaft", teilt Heimkraft-Geschäftsführer Ralf Schürmann auf Anfrage mit. Durch den Verkauf an den VKU würden sich für die digitale Kooperationsplattform große Wachstumschancen bieten. Zudem eine den Verband und Heimkraft das gemeinsame Ziel, kommunale Unternehmen im Wettbewerb zu stärken. "Der VKU mit seiner Integrationsfunktion für kommunale Unternehmen bot sich deshalb als idealer Partner für die Fortsetzung der Heimkraft-Ideen an", so Schürmann weiter.

Die Angebote der beiden Plattformen ergänzten sich hervorragend. "Wichtig ist, dass Angebote und Inhalte permanent gepflegt und erweitert werden – in der Plattform-Ökonomie ist Content einer der maßgeblichen Treibstoffe", sagte Schürmann. KommunalDigital werde eine starke Content-Position einnehmen, weil sie Inhalte zweier Leitmedien vereine. Die "Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK)" liefere den energiewirtschaftlichen Content, die "Gründerszene" stelle relevante Inhalte in den Bereichen Start-ups und Digitalwirtschaft bereit.

Atlas zu kommunalen Digitalisierungsaktivitäten

Einen Überblick über die bereits laufenden Digitalisierungsaktivitäten der Kommunalwirtschaft soll ab dem zweiten Quartal ein neuer Projektatlas geben. VKU-Mitgliedsunternehmen können darauf zeigen, welche Maßnahmen sie bereits eingeleitet haben – von Bürgerinformations-Apps bis hin zu Big-Data-Lösungen für das Flottenmanagement. In den jeweiligen Projekten können Start-Up- oder Beraterpartner verlinkt werden, die sich ebenfalls auf KommunalDigital registrieren können. (hoe)