Studie: Wieder mehr Stadtwerke-Zweitmarken

Überregionale Vertriebsmarken von Lokalversorgern haben in der Vergangenheit ein unterschiedliches Schicksal genommen. Jetzt scheinen sie wiederzukommen.

Mehr deutsche Stadtwerke haben im vergangenen Jahr versucht, Kundenverluste im Heimatmarkt durch überregionale Zweitmarken auszugleichen. Dies legen erste Zahlen aus dem "Energiemarktreport 2017" von Verivox und Kreutzer Consulting nahe, die der ZfK vorliegen.

Demnach ist die Zahl der Stadtwerke-Vertriebsgesellschaften im Laufe des vorigen Jahres per Saldo um sechs auf 182 gestiegen. An kommunalen Vertriebsmarken waren Anfang diesen Jahres 35 im Haushalts- und Gewerbekundenmarkt für Strom und Gas vertreten. Das waren saldiert vier mehr als Anfang 2016.

Auch weniger neue Angreifer

Dagegen sank die Zahl neuer Anbieter zeitgleich um drei auf 83. Die Anzahl der Vertriebsmarken junger Angreifer steigerte sich um vier auf 19. Bei Strom gab es Anfang diesen Jahres in Deutschland 1151 Anbieter, neun mehr als zwölf Monate zuvor. "Wer viele Kunden direkt erreicht, kann auch in Nischenmärkten erfolgreich aktiv werden", kommentierte Berater Klaus Kreutzer.

Die kostenpflichtige 140-Seiten-Studie ist soeben erschienen. Sie ist die neunte Ausgabe seit 2009. Die 2017er-Ausgabe beleuchtet außerdem auch die Preis- und Margenentwicklung, Tariftrends, das Wechselverhalten und Digitalisierung im Vertrieb. (geo)