Konnten gute Zahlen vorlegen: Die Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, Frank Thiel und Dietmar Spohn (v.l.). Bild: @ Stadtwerke Bochum

SW Bochum: 2018 mit gutem Ergebnis abgeschlossen

Fast 70 Mio. konnten die Stadtwerke Bochum nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Habenseite verbuchen. Neben Zukunftsinvestitionen wird auch eine stattliche Ausschüttung an die Stadt Bochum möglich sein.

Die Stadtwerke Bochum haben für das Geschäftsjahr 2018 erfreuliche Zahlen vorgelegt. „Wir konnten den Wirtschaftsplan für 2018 nicht nur erreichen, sondern um 3,7 Millionen Euro übertreffen und haben das Jahr mit einem Bilanzergebnis in Höhe von 69,2 Millionen Euro abgeschlossen“, berichtet Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung. „Der Anteilseigner, die Stadt Bochum, erhält über die Holding für Versorgung und Verkehr (HVV) die vereinbarte Gewinnabführung in Höhe von 50 Millionen Euro. Hinzu kommt die Konzessionsabgabe an die Stadt, in 2018 waren das 21,6 Millionen Euro.“

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die drei Gesellschaften: Die Stadtwerke Bochum Holding GmbH erzielte im vergangenen Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 110 Mio. Euro. Die Vertriebsgesellschaft generierte einen Umsatz von 508,6 Mio. Euro. Der Umsatz der Stadtwerke Bochum Netz GmbH belief sich auf 171,7 Mio. Euro, wobei diese Umsatzerlöse wesentlich durch Betrieb und Bewirtschaftung der Strom-, Gas- und Wassernetze erzielt werden. Im Jahr 2018 konnten Aufträge von rund 81 Mio. Euro an Firmen in der Region vergeben werden.

Zukunftsthema erneuerbare Energien

Neben den guten Ergebnissen der Vertriebs- und der Netzgesellschaft tragen auch die Beteiligungserträge zum Gesamtergebnis bei. "Der Ertrag unserer Beteiligungen lag 2018 bei insgesamt 34,4 Millionen Euro, darunter vor allem Gelsenwasser, VBW und USB. Die Beteiligungen im Bereich erneuerbare Energien haben mit 7,9 Millionen ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis geleistet“, so Spohn.

Als Zukunftsthema sieht er insbesondere den Ausbau der erneuerbaren Energien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde daher der Anteil an Trianel Erneuerbare Energien von 11,2 auf 12,2 Prozent erhöht: "Nach Inbetriebnahme aller in Bau befindlichen Anlagen werden wir eine Erzeugungsleistung von rund 115 Megawatt im Portfolio haben. Das reicht aus, um rechnerisch etwa die Hälfte der Bochumer Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Weiterer Ausbau ist geplant, wir werden in den kommenden Jahren rund 120 Millionen Euro in erneuerbare Energien investieren."

Millioneninvestitionen in die Netze

Auch im Telekommunikations- und Glasfasergeschäft konnten die Stadtwerke Bochum punkten. Das Energiekonzept für die Gewerbefläche "Mark 51°7", das mit EU-Mitteln gefördert wird, sieht Spohn als eine weitere Chance für den kommunalen Energieversorger. "Die Ergebnisse der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" bestätigen unser Engagement für die Wärmewende und die dezentrale Erzeugung vor Ort in Bochum“, unterstreicht der Stadtwerke-Geschäftsführer.

Im laufenden Jahr möchten die Bochumer kräftig in das bestehende Versorgungsnetz in der Stadt inverstieren:"„In diesem Jahr modernisieren wir die Strom- und Gasinfrastruktur mit voraussichtlich 21,7 Millionen Euro. Darüber hinaus investieren wir rund 7,3 Millionen Euro in das Wassernetz", so Spohn. Das ist unter anderem möglich, weil das Einzelergebnis der Vertriebs mit 25,2 Mio. Euro deutlich zum Gewinn beitrug. Gute Nachrichten gibt es daher auch für alle Strom- und Wasserkunden der Stadtwerke Bochum: Die Preise werden 2019 stabil bleiben.

Langsames Wachstum bei der E-Mobilität

Das Netz an Elektroladesäulen wurde auf 200 Ladepunkte im Stadtgebiet, davon rund 100 öffentliche und 100 im Kundenauftrag, erweitert. "An den neuen Ladesäulen der Stadtwerke Bochum sind seit Herbst 2018 in rund 6.100 Ladevorgängen 71.850 Kilowattstunden geladen und abgerechnet worden. Bei aktuell 566 Elektrofahrzeugen in Bochum rechnen wir mit einem langsamen, aber kontinuierlichen Aufbau dieses Geschäftsfeldes", berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Thiel. (sig)