Der Thüga-Vorstand: Dr. Gerhard Holtmeier, Bernd Rudolph, Ewald Woste (Vorsitzender), Dr. Christof Schulte und Michael Riechel Andreas J. Focke

Thüga ist wirtschaftlich gut auf Kurs

Stadtwerke-Kooperation präsentiert Zahlen auf Vorjahresniveau. Woste: Eine Diskussion über Vertragsverlängerung ist üblich.

Den in der Vergangenheit beschlossenen Rückzug aus Gaskraftwerken und aus Offshore-Windkraft gibt Thüga-Vorstandschef Ewald Woste als Hauptgrund dafür an, dass die Zahlen der Stadtwerke-Kooperation für 2013 gut ausgefallen sind. "Wir sind wirtschaftlich auf Kurs und haben 2013 ein gutes Ergebnis eingefahren", erklärte Woste auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Zu den Diskussionen um seine Person wollte sich Woste nicht äußern – zuvor war bekannt geworden, dass es Bestrebungen im Gesellschafterkreis gibt, Woste als BDEW-Präsident abzulösen. Auch um seine Zukunft als Thüga-Chef gibt es noch ein Fragezeichen.

Die "ausgewogene Investitionspolitik der Vergangenheit" und die intensive Zusammenarbeit in der Thüga-Gruppe hätten dazu geführt, dass die Thüga im Geschäftsjahr 2013 ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 343,9 Mio. € vereinnahmen konnte. Damit sei ihre wichtigste Ertragssäule gegenüber dem guten Niveau des Vorjahres leicht gestiegen. Die Thüga-Holding mit ihren sieben voll konsolidierten Unternehmen hat den Konzernüberschuss um 0,3 % auf 298,9 Mio. € gesteigert. Für 2014 erwartet der Vorstand ein operatives Ergebnis in ähnlicher Höhe. Für Mitte des Jahres kündigte Woste zudem ein Strategieprojekt an, bei dem die bisherige Ausrichtung auf den Prüfstand gestellt werde.

Aus dem Konzessionsverfahren in Berlin habe sich die Thüga zurückgezogen. Ihr Kernziel sei, sich an einem Stadtwerk zu beteiligen. In Berlin sei dagegen zur Zeit nicht abzusehen, ob es auf eine Gründung eines Stadtwerks herauslaufe. Auch sei noch nicht klar, wie das Netzgeschäft organisiert werde. (wa)