Tübingen beteiligt sich an DSM-Projekt der Dena

Die Stadtwerke Tübingen (SWT) analysieren im landesweiten Dena-Pilotprojekt in Baden-Württemberg Potenziale von Demand-Side-Management (DSM).

Auf Basis der Daten von regionalen Strombedarfen in der Wirtschaft wollen die SWT analysieren wie sich die Stromnachfrage steuern lassen könnte. Künftig werde die aktive Steuerung der Nachfrage eine wichtige Rolle spielen, um Schwankungen der volatilen Erzeugung auszugleichen, so Ortwin Wiebecke, Sprecher der SWT-Geschäftsführung. "Deshalb ist es uns wichtig, bereits heute im Zusammenspiel mit den lokalen Wirtschaftsunternehmen Grundlagen für diese Zukunftsaufgabe zu schaffen", verdeutlicht Wiebecke.

Laut einer Studie der Agora Energiewende gibt es in Baden-Württemberg und Bayern ein Potenzial von etwa 1 GWh Strom, das für den Zeitraum von einer Stunde grundsätzlich und flexibel verschoben werden könnte. Im Rahmen des Projekts der Deutschen Energieagentur (Dena) sollen standardisierte Verfahren entstehen, die Energieversorger dabei unterstützen, flexible Lasten gezielter zu vermarkten. Des Weiteren sollen energieintensive Unternehmen dabei unterstützt werden, Lastverlagerungspotenziale zu erkennen und diese wirtschaftlich an den Markt zu bringen. Gleichzeitig sollen die Demand-Side-Management(DSM)-Potenziale mit betrieblichen Energiemanagementsystemen verbunden werden.

Bei dem Dena-Pilotprojekt soll ein landesweites DSM-Netzwerk zwischen Unternehmen und Energieversorgern in Baden-Württemberg aufgebaut werden. Im Rahmen der Erhebung und Vernetzung sollen Unternehmen von DSM-Experten Potenziale zur flexiblen Lastensteuerung aufgezeigt und die Einbindung von Lastenverlagerungsprozessen in ein betriebliches Energiemanagement untersucht werden. Gleichzeitig soll das Projekt Energieversorger die Möglichkeiten zu neuen Geschäftsfeldern erschließen.

"Im Ergebnis sollen Lasten flexibel als Regelenergie gesteuert werden können, um bei Engpässen im Stromnetz besser vorzubeugen. Ziel von DSM ist es, die Verteilung der Energie zu flexibilisieren, Produktionsspitzen zu steuern und somit Strom aus Erneuerbaren weiterhin zunehmend in das deutsche europäische Stromnetz zu integrieren", fasst Malcolm Yadack, Projektverantwortlicher aus der Abteilung Beschaffung bei den SWT, zusammen. (sg)