Tübingen sperrt Care-Energy aus seinem Netz aus

Die Stadtwerke Tübingen haben den Lieferantenrahmenvertrag mit der Care-Energy AG auf heute gekündigt. Die Gründe aus Sicht des Netzbetreibers:

Erneut eine Netzaussperrung des Discounters Care-Energy: Die Stadtwerke Tübingen teilen mit, dass sie der Care-Energy AG mit Wirkung zum heutigen Monatsende den Netzzugang verweigern. Der entsprechende Lieferantenrahmenvertrag sei gekündigt.

"Fällige Netzentgelte stehen aus"

Die "nur wenigen" Care-Energy-Kunden in der schwäbischen Universitätsstadt würden von morgen an in der Ersatzversorgung der Stadtwerke Tübingen mit Strom beliefert, ergänzt der Kommunalversorger. Er ist zugleich Verteilnetzbetreiber und Grundversorger (Marktführer) in der Region Tübingen. Care-Kundenzahlen nannte er nicht.

Die SWT begründen ihre Maßnahme so: Care-Energy habe "in den vergangenen Monaten trotz Mahnungen" fällige Netznutzungsentgelte nicht bezahlt. Eine ZfK-Bitte um Stellungnahme bei Care-Energy läuft noch.

Neue Situation nach Tod Kristeks

Gegen Care-Energy gab es in vergangenen Jahren mit denselben Begründungen Wellen von Netzaussperrungen. Neu an der jetzigen Situation ist, dass deren Gründer, Übervater und Chef Martin Richard Kristek am Wochenende 21./22. Januar unerwartet verstorben ist. Sein damaliger Pressesprecher Marc-Andreas März (47) wurde kurz danach zum Notgeschäftsführer der Care-Energy Management GmbH bestellt. So steht es im Handelsregister. (geo)