Beim Uniper-Konzern brennt seit Monaten die Luft.
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Uniper-Betriebsrat greift finnischen Hauptaktionär an

Beim Energiekonzern Eon verschärfen die Arbeitnehmervertreter ihre Kritik am Hauptaktionär Fortum. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Harald Seegatz, warnte den finnischen Versorger vor einem Angriff auf die Unabhängigkeit von Uniper.

"Wir werden uns einer Übernahme durch Fortum vehement widersetzen", sagte er dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Der Betriebsrat betrachte das Vorgehen von Fortum "nach wie vor als feindliche Übernahme". Die Arbeitnehmervertreter befürchten eine Zerschlagung von Uniper. Bis heute hätten die Mitarbeiter "keine klare Aussage zur Zukunftsstrategie von Uniper erhalten", kritisierte Seegatz.

Fortum hält knapp 50 Prozent an dem Kraftwerksbetreiber, der aus dem Eon-Konzern hervorgegangen ist. Weitere große Aktienpakete halten mehrere Fonds. Der Uniper-Vorstand hatte sich lange gegen den Einstieg der Finnen gewehrt. Ex-Vorstandschef Klaus Schäfer und weitere Manager haben Uniper inzwischen verlassen oder haben diesen Schritt angekündigt. Neue Vorstandsmitglieder wurden bereits eingesetzt. (dpa/pm)