Uniper-Aktien sind seit etwa zwei Jahren an der Börse notiert.
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US-Hedgefonds stockt Anteile an Uniper auf

Der Hedgefonds Elliott des US-Investors Paul Singer hält nunmehr 10,65 Prozent an dem Düsseldorfer Energiekonzern und Kraftwerksbetreiber.

Mitte Juni waren es noch knapp 8,9 Prozent, wie aus einer Börsen-Pflichtmitteilung von Uniper hervorgeht. Der Aktienzukauf könnte damit zusammenhängen, dass Elliott mit einem weiteren Zukauf von Uniper-Aktien des finnischen Großaktionärs Fortum rechnet. Von der damit verbundenen Wertsteigerung würde auch der Hedgefonds profitieren. Fortum hatte erst kürzlich die Übernahme des Uniper-Anteils von Eon abgeschlossen und hält nun etwas mehr als 47 Prozent an den Düsseldorfern. Die Finnen hatten für diese Aktienpaket knapp vier Milliarden Euro bezahlt.

Fortum steckt bei Uniper allerdings in der Zwickmühle. Denn würden die Finnen die Hürde von 50 Prozent überspringen - etwa beim Kauf von Anteilen über die Börse - würden sie Auflagen aus Russland reißen, die das Überschreiten dieser Schwelle untersagen. Der Konzern hatte daher bisher stets erklärt, sich mit dem Anteil zufrieden zu geben und allenfalls Richtung 50 Prozent aufzustocken.

Seit zwei Jahren an der Börse

Uniper ist erst seit etwa zwei Jahren an der Börse. Eon hatte im Zuge der Energiewende in Deutschland sein Kraftwerksgeschäft mit Ausnahme der Atomkraftwerke unter diesem Namen ausgegliedert und an die Börse gebracht. (hil)