VKU-Innovationsplattform gestartet

Jarno Wittig, Leiter von VKU Consult, stellt mit Agenturmitarbeitern vonVerwegener & Trefflich die Konzepte vor. Bild: HCN

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche eröffnete die Innovationsplattform. Bild: HCN

Im Berliner E-Werk trafen sich Vertreter von Stadtwerken und Startups, um über neue Ideen zu reden.

Mit Aufbruchstimmung wurde gestern in Berlin die VKU-Innovationsplattform gestartet. Über 200 Vertreter kommunaler Unternehmen und Start-Ups kamen. Die Veranstaltung im trendigen Berliner E-Werk, die am Vorabend begann, ist ein erstes Zwischenfinale der "VKU Learning Journey" des Verbands kommunaler Unternehmen. Es wurden die Ergebnisse der vier dezentralen Workshops der VKU Digitalisierungsoffensive vorgestellt.

Von der Idee zum Marketing Launch in 48 Stunden

Präsentiert wurden zwei Ideen beziehungsweise Prototypen. Zum einen eine Drohne zur Direktauslieferung regionaler Lebensmittel vom Öko-Hof zum Verbraucher, die im Ministab im Veranstaltungsraum vorgeführt wurde.

Zum anderen eine Strom-Sharing-Community Enagree. Mit einer wiederaufladbaren Hochleistungsbatterie wird lokal produzierter Ökostrom direkt in die Wohnzimmer gebracht, so der Ansatz. Verknüpft werden kann dies mit weiteren Dienstleistungs- und Produktangeboten wie beispielsweise E-Book oder Video-Download.

In kürzester Zeit entwickelt

Innerhalb von nur 48 Stunden entwickelte eine Agentur, die mit dem VKU kooperiert, die Idee zu einem ersten Marketinglaunch mit Webseite, die jüngst freigeschaltet wurde. "Schon frühmorgens kriegten wir die ersten Anrufe von Interessenten, obwohl es das fertige Produkt ja noch gar nicht gibt", berichtete Jan Graf, Geschäftsführer der Leipziger Agentur Verwegener & Trefflich. Insgesamt 125 weitere Interessenten waren bisher innerhalb kurzer Zeit an der Idee und dem Produkt interessiert und meldeten sich hierfür online mit ihrer Mailadresse.

Knapp 20 Prozent nahmen an einer Umfrage teil und "gaben wichtige Hinweise auf eine Produktweiterentwicklung", so Graf. "Dies zeigt, dass es sehr sinnvoll sein kann, schon einmal den fünften Schritt vor dem dritten zu machen", unterstrich er. Sprich eine Idee innerhalb kurzer Zeit zu einem Prototypen oder vorläufigen Konzept zu entwickeln, das schon mal im Markt angetestet wird. Kommt es nicht an, kann es verworfen oder angepasst werden.


Bewerbungsfrist für VKU Innovationspitch läuft bis 31. Januar

"Uns geht es darum, eine neue Innovationskultur auf den Weg zu bringen", unterstrich VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. Dazu gehöre es auch Fehler zuzulassen und Neues auszuprobieren. Gefordert sei auch eine Kommunikationskultur, das Ideenteilen und Offenheit, um neue Ideen und Geschäftsmodelle auf den Weg zu bringen, so Reiche.

Die heute gestartete VKU-Innovationsplattform möchte dies unterstützen. Startups, Gründer und junge Unternehmen sind zudem eingeladen, ihre innovativen Produkte, Dienstleistungen und Prototypen rund um die Zukunftsthemen der kommunalen Energie-, Wasser-, Abfallwirtschaft und Telekommunikation beim 1. VKU Innovation Pitch 2017 vorzustellen. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar.

Die VKU-Mitgliedsunternehmen können dann vom 6. bis 17. Februar online die fünf besten Ideen auswählen. Bereits vor einigen Wochen mietete die VKU Consult einen Coworking-Space in Berlin-Kreuzberg als Anlaufstelle für Gründer an, so Geschäftsführer Jarno Wittig.  (hcn)