VKU: "Parkhäuser sind Visitenkarte einer Stadt"

Das Foto von Martin Roth aus Stuttgart belegte Platz eins.
Bild: © Martin Roth

Platz zwei sicherte sich diese Tiefgaragen-Einfahrt ebenfalls in Stuttgart.
Bild: © Konrad Simon

Den dritten Platz belegte die Ausicht von einem Parkdeck in Stuttgart.
Bild: © Stefan Schorer

Zugig, eng und grau – bei Parkhäusern steht die Funktionalität und weniger die Ästhetik im Vordergrund. Dass sich beides vereinen lässt, beweist nun ein Fotowettbewerb des VKU Baden-Württemberg.

Sie sind mehr als nur ein Ort, an dem das Auto zwischengeparkt wird, "Parkhäuser sind öffentliche Orte erster Klasse", betont die VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg anlässlich der Siegerehrung des Fotowettbewerbs "Parkhäuser". Die drei Gewinner-Schnappschüsse beweisen, dass sich Investitionen in Bauästhetik, Funktionalität und den Mehrwert für die Gesellschaft lohnen.

Dass Parkflächen auch soziale Orte sein können, zeigt sich ganz deutlich auf dem Gewinnerbild von Martin Roth aus Stuttgart-Leonsberg: Zwei Kinder beobachten durch den Maschendrahtzaun die vorbeifahrenden Verkehrsströme auf der Autobahn. Dieses Bild beweist, dass öffentliche Orte, wie Parkhäuser, mehr sind, als die Summe technischer Notwendigkeit, erklärt die Jury ihre Entscheidung.

Parkhäuser jenseits der technischen Notwendigkeit gestalten

Konrad Simon und Stefan Schorer legten als Zweit- und Drittplatzierte den Schwerpunkt auf die ästhetische Perspektive von Parkflächen. Während Simon eine Einfahrt gekonnt in Szene setzt, überzeugte Schorer die Jury mit einer Panorama-Aufnahme der Stuttgarter-Skyline bei Nacht – fotografiert von einem Parkdeck.

Der Fotowettbewerb wurde mit unterschiedlich hohen Preisgeldern ausgelobt und hat in Anlehnung an das Forschungsprojekt der baden-württembergischen Landesgruppe und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitsorganisation in Stuttgart stattgefunden. Seit über zwei Jahren forschen der VKU und das Institut an "Parkhäusern der Zukunft". Ziel ist es, Parkhäuser als öffentliche Ort attraktiver zu machen und sie jenseits der technischen Notwendigkeit zu gestalten. (ls)