Rund 5,5 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Waldkraiburg in den nächsten Jahren in ihre Kläranlage. Bild: @ Stadtwerke Waldkraiburg

Waldkraiburg: Stadtwerke erstmals seit 2011 mit Gewinn

Erhebliche Verluste aus dem Betrieb von Sportstätten belasten das Ergebnis der Waldkraiburger Stadtwerke. Trotzdem konnte 2017 erstmals seit sechs Jahren ein Gewinn erwirtschaftet werden. Auch 2018 bleibt das Unternehmen in der Gewinnzone.

Die Stadtwerke Waldkraiburg werden die Gebühren und Preise bei Strom, Wasser und Abwasser stabil halten. „Wir drehen nicht an der Preisschraube“, sagte Geschäftsführer Herbert Lechner nach Angaben des Oberbayerischen Volksblattes (OVB). 2,78 Euro pro Kubikmeter Mischwasser und 2,50 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser fallen bis 2022 an. Lediglich beim Erdgas, das die Stadtwerke seit 2018 über eine neue Gesellschaft gemeinsam mit der Energie Südbayern anbieten, sei zum 1. Juli eine Anhebung um 0,78 Cent pro Kilowattstunde erforderlich.

Ein Grund für die stabilen Wasserpreise ist, dass die Waldkraiburger im Jahr 2017 wieder in die schwarzen Zahlen wachsen konnten, und das erstmals seit 2011. Unter dem Strich blieben für 2017 immerhin 305.000 Euro übrig, wobei auch diesmal wieder hohe Betriebsdefizite bei den Sport- und Freizeitanlagen – dem Eisstadion, dem Waldbad, der Schulschwimmhalle und dem Jahnstadion – anfielen: 1,7 Millionen Euro. Insbesondere die Eissporthalle, die mit 757.000 Euro gestützt werden musste, und das Waldbad, in dem 807.000 Euro versickerten, sind hier zu nennen.

Auch 2018 in der Gewinnzone

Die enormen Betriebsdefizite der Sportanalagen sind ein Grund, warum die städtische GmbH jahrelang im Minus landete. Noch gravierender wirkte sich nach Angaben der OVB aus, dass im Strom- und Gashandel die Erträge sanken. Durch den intensiven Wettbewerb in diesem Bereich war es zunehmend schwieriger geworden, die Defizite der Sportanlagen auszugleichen. Nicht zuletzt deswegen haben sich die Waldkraiburger zum 1. Januar 2019 beim Erdgas mit der Energie Südbayern zusammengetan.

Auf die Frage nach den Zahlen für 2018 teilt Lechner mit: „Wir bleiben in der Gewinnzone.“ In den letzten Jahren wurden etwa ein Dutzend Stellen abgebaut, zum 1. Januar 2017 wurden die Trinkwasserpreise erhöht. Und die Maßnahmen greifen. Damit sind auch Investitionen in Höhe von 5,5 Millionen Euro für die Kläranlage zu bewerkstelligen. Unter anderem werden dort die Gebläse am Belebungsbecken erneuert. Rund 1,8 Millionen Euro sollen in die Sanierung des Kanalnetze fließen. (sig)