Die Stadtwerke München betreiben drei große Kraftwerke für die Erzeugung von Fernwärme: Nord (im Bild), Süd und Freimann.
Bild: © Felix Steck/SWM

Zwei Gasturbinen für Freimann

Die Stadtwerke München rüsten die dritten Fernwärme-Erzeugungsstandort wieder mit zwei Gasturbinen aus. Die Regierung von Oberbayern hat das Vorhaben bewilligt.

Das Heizkraftwerk (HKW) Freimann ist der dritte große Erzeugungsstandort der Stadtwerke München für Fernwärme neben den Heizkraftwerken Nord und Süd. Das Kraftwerk befindet sich im Münchner Norden, direkt am Frankfurter Ring. Bis Ende 2015 wurden hier zwei Gasturbinen mit einer Leistung von 2 x 80 MWel und zusammen 146 MWth betrieben. Der Rückbau der Altanlagen ist zwischenzeitlich abgeschlossen.

Jetzt werden zwei neue Gasturbinen in das Kraftwerk eingebaut. Die beiden Anlagen, modifizierte Flugzeugtriebwerke, weisen einen Gesamtnutzungsgrad von über 80 Prozent auf, erklären die Stadtwerke München. Sie haben eine installierte elektrische Leistung von jeweils rund 50 MW und eine thermische Leistung von insgesamt rund 125 MW. Die Inbetriebsetzung soll im Herbst 2019 erfolgen.

Das HKW Freimann stellt derzeit mit zwei Kesseln 260 MW Fernwärmeleistung für das Heißwassernetz Freimann zur Verfügung. Eine markante Besonderheit des Standorts sind die 15 Wärmespeicher, die als Pufferbehälter für die Fernwärme dienen. (al)