Zweite Prognose spricht von 6,1 Cent

Nach der "Bild"-Zeitung hat das Öko-Institut eine noch höhere EEG-Umlage 2014 von 6,1 ct/kWh vorausgesagt.

Das Öko-Institut kommt in einer gestern (1. Juli) veröffentlichten Studie im Auftrag von Greenpeace auf eine EEG-Umlage 2014 von 6,1 ct/kWh (netto) nach 5,277 ct/kWh (plus 19 % Mehrwertsteuer) in diesem Jahr. Für das Institut straft die Prognose die Annahme aus dem vergangenen Jahr Lügen, die Ökostrom-Umlage stabilisiere sich bereits 2014. Dies sei erst danach der Fall.

Der Autor der Auftragsstudie, Dr. Markus Haller, führt den vorausgesagten Anstieg auf die massiv gefallenen Strom-Großhandelspreise zurück. Diese erweitern die Lücke zu den EEG-Fixvergütungen, die von der EEG-Umlage finanziert werden muss.

Für Dr. Felix Christian Matthes, Forschungskoordinator für Energie- und Klimapolitik bei Öko-Institut, verzerrt die Höhe der EEG-Umlage den Blick auf die Kosten der Erneuerbaren-Förderung. Sie müsse addiert mit dem Großhandelspreis betrachtet werden. Die Studie empfiehlt der Politik Maßnahmen für die aktuelle energiepolitische Debatte inkl. EEG-Reformansätze. Dazu gehört auch der Abbau der Ausnahmen für Industriestrom.

Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf das Umfeld der Bundesnetzagentur eine Höhe von 5,4 ct/kWh für 2014 vorausgesagt, die die Behörde weder bestätigte noch dementierte. Offiziell muss die EEG-Umlage am 15. Oktober des Vorjahres von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt werden. Dies geschieht im Benehmen mit der Netzagentur. (geo)

Externer Link zu dem auch vom Öko-Institut verwendeten EEG-Umlagenrechner von Agora Energiewende (ZfK-Empfehlung: immer aktuell herunterladen, da das Rechenwerkzeug in unregelmäßigen Abständen optimiert wird)