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12 Dezember 2016 | 08:17

Benchmarking zeigt Effizienzsteigerung

Von Links: Ralf Wittmann (BDEW-Landesgruppe Berlin/Brandenburg), Henner Haferkorn (KOWAB Ost), Markus Pielorz (Confideon), Jarno Wittig (VKU Landesgruppe Berlin/Brandenburg), bei der Präsentation des Benchmarkings im Potsdamer Landtag., Bild: hcn
Bild: hcn
Von Links: Ralf Wittmann (BDEW-Landesgruppe Berlin/Brandenburg), Henner Haferkorn (KOWAB Ost), Markus Pielorz (Confideon), Jarno Wittig (VKU Landesgruppe Berlin/Brandenburg), bei der Präsentation des Benchmarkings im Potsdamer Landtag.
Die Brandenburger Wasserwirtschaft konnte ihre Leistungsfähigkeit deutlich steigern.

49 Unternehmen, die 69 Prozent der Bevölkerung des Bundeslandes versorgen, beteiligten sich an dem freiwilligen landesweiten Kennzahlenvergleich der Wasser- und Abwasserunternehmen Brandenburgs, der vom VKU und BDEW in Potsdam vorgestellt wurde.

Neben wirtschaftlichen Kenndaten wurden auch die Bereiche Sicherheit, Qualität, Kundenservice und Nachhaltigkeit unter die Lupe genommen, erläuterte Markus Pielorz von der beauftragten Unternehmensberatung Confideon. Insgesamt beteiligten sich 49 Unternehmen an dem Leistungsvergleich, die 69 Prozent der Einwohner Brandenburgs versorgen.

Zwar sind bei der Trinkwasserversorgung die jährlichen Belastungen aus erhobenen Entgelten je versorgtem Einwohner zwischen 2009 und 2014 von 88,58 Euro auf 97,75 Euro angestiegen. Doch erhöhte sich der Betriebsaufwand im gleichen Zeitraum deutlich stärker, beispielsweise für den Netzbetrieb von 2500 Euro auf 2800 Euro je Kilometer und Jahr.

Der Anschlussgrad an die zentrale Abwasserbeseitigung stieg von 87,74 Prozent auf 89,68 Prozent. Deutlich verringert werden konnte der Energieverbrauch bei der Abwasserbehandlung, nämlich von 35,68 kWh pro Einwohner auf 29,79 kWh pro Einwohner. Gleich wurde die Eigenenergieerzeugung mehr als verdoppelt, von 4,81 Prozent auf 10,63 Prozent.

Die Leitungsschäden (ohne Armaturenschäden) konnten von elf je Kilometer Rohnetzlänge im Jahr 2009 auf acht je Kilometer im Jahr 2014 reduziert werden. Die Trinkwasserverluste im Leitungsnetz gingen von stündlich 0,044 Kubikmeter pro Kilometer auf 0,042 Kubikmeter pro Kilometer zurück. Gleichzeitig stieg die mittlere Leitungsrehabilitation des Rohrnetzes von 0,67 Prozent auf 0,77 Prozent.

„Hier zahlen sich die höheren Ausgaben für die Instandhaltung und die Investitionen wieder aus, denn die Investitionen in das Versorgungssystem sind wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Versorgungsstrategie“, sagte Henner Haferkorn, Verbandsvorsteher beim Wasserverband Strausberg-Erkner und Vorsitzender der KOWAB Ost (Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg Ost). Er unterstrich die große Bedeutung der Digitalisierung für eine leistungsfähige Wasserwirtschaft, beispielsweise durch automatische Leitwarten oder die Fernüberwachung.

Sorgen bereitet jedoch der demografische Wandel und die weiter abnehmende Einwohnerdichte außerhalb des Berliner Speckgürtels. Dies treibt durch die geringere Infrastrukturauslastung die Kosten und Entgelte je versorgtem Einwohner nach oben. Verstärkt wird dies durch den weiter rückläufigen Wasserverbrauch. Haferkorn appellierte deshalb an die Landesregierung das „Leitbild zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft Brandenburg“ weiter voranzutreiben, um hier gegenzusteuern. (hcn)

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