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14 Juni 2017 | 10:45

Empfehlungen für städtische Wasserinfrastruktur

Die Wasserinfrastruktur muss an Demografie, Starkregen oder Trockenperioden angepasst werden. Darüber gibt es nun ein neues wissenschaftliches Buch.

Die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojekts Networks 3 zur notwendigen nachhaltigen Transformation der deutschen Siedlungswasserinfrastruktur liegen jetzt als Buch vor. Autoren der Projektträger Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) veröffentlichten gestern in der Edition Difu das 272-seitige, kostenpflichtige Buch unter dem Titel "Wasserinfrastruktur: Den Wandel gestalten". Am Projekt beteiligt waren auch die ABG Frankfurt Holding und die Hamburger Stadtentwässerung mit Modellquartieren sowie die TU Berlin.

Laut ISOE-Pressemitteilung von gestern steht die im 19. Jahrhundert angelegte Infrastruktur vor folgenden Herausforderungen, für die sie "nicht flexibel genug" ist:

  • Kapazitätsgrenzen in wachsenden Ballungsräumen
  • geringe Auslastung in demografisch schrumpfenden ländlichen Räumen
  • Starkregen, Überschwemmungen und Trockenperioden als Folgen des Klimawandels
  • weiter hohe Trinkwasserqualität aufrechtzuerhalten
  • weiter eine "angemessene" Abwasserbehandlung zu gewährleisten
  • den "hohen" Energiebedarf zu senken.

"Neue technische Systemlösungen"

Das Buch zeigt die Schwächen des derzeitigen Systems auf sowie "technische Varianten, räumliche Potenziale, institutionelle Spielräume" für eine strategische Umplanung. Beispielhaft werden Strategien verdeutlicht. Neue technische Systemlösungen eigneten sich für "städtische Teilräume", so Projektleiterin Martina Winker vom ISOE. Als Beispiele nannte sie die Wiederverwendung von Abwasser und die Verwertung von Nährstoffen aus dem Wasser.

Auch Rechtsrahmen und der weitere Forschungs- und Handlungsbedarf werden dargestellt, gerade auch, was die Finanzierung des Wandels und die Qualifizierung der Belegschaften angeht. Ein Gelingen setze, so Frau Winker, voraus, dass die Versorger gut mit Stadtentwicklung respektive Regionalplanung zusammenarbeiten und alle Akteure einbeziehen, bis hin zum Wasserinstallateur. (geo)

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