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20 Juni 2017 | 11:30

EWR erhält Schadenersatz wegen Güllekatastrophe

Die Energie und Wasser Remscheid (EWR) hat gestern rechtskräftig einen Schadenersatzanspruch gegen einen Landwirt zugesprochen bekommen.

Ein Bauer aus dem Oberbergischen ist gegenüber dem Kommunalversorger Energie und Wasser Remscheid (EWR) endgültig schadenersatzpflichtig wegen einer Güllekatastrophe in der Neyetalsperre 2015. Das ist das Ergebnis der gestrigen Berufungsverhandlung zwischen den Kontrahenten vor dem Oberlandesgericht Hamm.

Der Landwirt nahm nach Darstellung der EWR auf Anraten des Senats sein Rechtsmittel gegen ein Urteil des Landgerichts Hagen zurück. Dieses wurde damit rechtskräftig. Das Landgericht hatte der EWR dem Grunde nach einen Schadenersatzanspruch zugesprochen. Über die Höhe muss es jetzt noch entscheiden. Einen Verhandlungstermin gebe es noch nicht, hieß es aus Remscheid.

Damals verendeten in den Oberläufen alle Tiere

Mitte März 2015 hatten Unbekannte einen rissigen Gülletank auf einem Grundstück des Bauern in Halver geöffnet, etwa 13 Autokilometer nordöstlich der Talsperre. Danach flossen 1,7 Mio. Liter Jauche in die Umwelt. In Bächen und Teichen oberhalb des Stausees verendeten alle Tiere. In der Neyetalsperre bildete sich eine Gülleblase, deren Inhalt Kläranlagen zugeführt werden musste. Die damit im Zusammenhang stehenden Kosten muss dereinst der Bauer (beziehungsweise seine Haftpflicht) erstatten. Inwieweit der ebenfalls geschädigte Wasserversorger Wupperverband Schadenersatzansprüche gegen ihn hat, ging aus der Pressemitteilung nicht hervor.

Das Trinkwasser der EWR war nie beeinträchtigt, da sie von ihren Wasserrechten an der Neyetalsperre schon länger keinen Gebrauch mehr macht. Das Remscheider Wasser kommt aus der Großen Dhünntalsperre. (geo)

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