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24 März 2017 | 11:00

Frischzellenkur für Wasserwerk

Sanierung des Wasserwerks Eichelberg., Bild: Stadtwerke Bayreuth
Bild: Stadtwerke Bayreuth
Sanierung des Wasserwerks Eichelberg.
Das Wasserwerk der Stadtwerke Bayreuth auf dem Eichelberg ist 50 geworden. Nun bekommt es eine Sanierung von voraussichtlich 4,5 Millionen Euro.

Südöstlich von Bayreuth thront das Wasserwerk der Stadtwerke auf dem Eichelberg. Etwa ein Viertel der fünf Milliarden Liter Trinkwasser, die Bayreuth pro Jahr braucht, kommt von hier. Vor 50 Jahren wurde es gebaut. Seine Hauptaufgabe: Dem Wasser, das die Stadtwerke Bayreuth im östlichen Landkreis gewinnen, die Kohlensäure zu entziehen. Sonst würden die Rohrleitungen des Trinkwassernetzes Schaden nehmen.

Mehr ist nicht nötig, damit das Wasser Trinkwasserqualität erreicht, erklärt Klaus Markolf, der bei den Stadtwerken für das Netzmanagement zuständig ist. Damit das in Zukunft weiter gut funktioniert, investieren die Stadtwerke insgesamt rund 4,5 Millionen Euro in die Sanierung des Wasserwerks auf dem Eichelberg. Inzwischen sei die komplette Anlagen- und Elektrotechnik veraltet, die Bausubstanz des Gebäudes verbesserungswürdig und die Tatsache, dass Stadtwerke-Mitarbeiter Kalksäcke schleppen müssen, sei auch nicht mehr modern.

Turm bricht ab – Sanierung beschlossen

Begonnen hatte die Absicht zur Sanierung, als vor Kurzem der zehn Meter hohe Turm, wo der erste Teil der Kohlensäure aus dem Wasser entfernt wurde, abbrach. Er wurde von der restlichen Anlage getrennt, damit kein Schmutz in das Wasser kommt. Denn auch während des kompletten Umbaus soll das Wasserwerk weiter Trinkwasser liefern.

Obwohl das Wasserwerk nahezu entkernt wird. "Wenn der Kaskadenturm weg ist, bauen wir einen Siloturm für den Kalk an, den wir als Filtermaterial verwenden", sagt Markolf. Als nächstes kommen Flachbettbelüfter, die künftig statt des Kaskadenturms dafür sorgen sollen, dass der Kohlensäuregehalt im Wasser sinkt. "Was dann noch fehlt, sind zwei neue Filterbehälter, mehr als vier Meter im Durchmesser und etwa sechs Meter hoch, und die Elektrotechnik muss erneuert werden – ebenso wie rund 350 Meter Rohrleitungen", zählt Markolf weiter auf.

Nach Fertigstellung für Besuchergruppen offen

Ist alles fertig, sollen Besuchergruppen das sanierte Wasserwerk zu Gesicht bekommen. "Wir zeigen dort gerne, worauf es bei der Wasserversorgung ankommt. Der Weg von der Quelle bis zum Wasserhahn, Trinkwasserschutz – all diese Themen werden wir Interessierten dort näher bringen", erläutert Geschäftsführer Jürgen Bayer. (sg)

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