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24 August 2017 | 10:59

Projektstart mit internationaler Bedeutung

Beschrieben das Projekt anhand einer Karte (v. l.): Prof. Hans Matthias Schöniger (Leichtweiß-Institut für Wasserbau, TU Braunschweig), Dr. Manuela Hübsch (Projektträger Karlsruhe, Bundesministerium für Forschung und Bildung), Egon Harms (OOWV-Bereichsleiter), Karsten Specht (OOWV-Geschäftsführer) und Sven Ambrosy (Landrat des Landkreises Friesland und OOWV-Verbandsvorsteher)., Picasa
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Beschrieben das Projekt anhand einer Karte (v. l.): Prof. Hans Matthias Schöniger (Leichtweiß-Institut für Wasserbau, TU Braunschweig), Dr. Manuela Hübsch (Projektträger Karlsruhe, Bundesministerium für Forschung und Bildung), Egon Harms (OOWV-Bereichsleiter), Karsten Specht (OOWV-Geschäftsführer) und Sven Ambrosy (Landrat des Landkreises Friesland und OOWV-Verbandsvorsteher).
Experten der OOWV nehmen die Zukunft der Wasserversorgung in den Blick: Wie verändert sich die Versorgung in Folge des Klimawandels?

Ist die Versorgung der Küstenregion mit Frischwasser dauerhaft gesichert? Wie groß ist die Gefahr der Versalzung durch den Meeresspiegelanstieg? Wie können Wasserversorger, Entwässerungs­verbände und Landwirtschaft gemeinsam agieren und Lösungen entwickeln? Diese Fragen beschäftigen die Wasserexperten, die am Dienstag im Wasserwerk Sandelermöns das Forschungsprojekt "Implementing strategic development goals in coastal aquifer management" (go-CAM) starteten.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) ist einer von sieben Projektpartnern, darunter auch die Abteilung für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz (HYWAG) des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau der TU Braunschweig. "Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist nicht selbstverständlich. Schon gar nicht in einer Region, die durch den steigenden Meeresspiegel von einer Versalzung des Grundwassers bedroht ist. Vorausschauendes Handeln ist deswegen entscheidend, um mögliche Folgen der Klimaveränderungen frühzeitig zu erkennen und effektive Lösungen zu entwickeln", sagt Sven Ambrosy, Landrat des Landkreises Friesland und Verbandsvorsteher des OOWV. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dafür unter der Fördermaßnahme "Globale Ressource Wasser" (GROW) im Programm "Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)" Mittel in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro bewilligt.

Verfügbarkeit von Trinkwasser sinkt

Ambrosy: "Die Untersuchungen werden international Beachtung finden. Es ist großartig, dass der OOWV gemeinsam mit den Partnern die Mittel in unsere Region holt und somit eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Lösungen für die Küstenwasserwirtschaft spielt." Seit 1950 sei die Verfügbarkeit von Trinkwasser pro Kopf weltweit um bis zu 80 Prozent gesunken. Bereits heute leben ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung in Ländern mit absoluter Wasserknappheit. Ihr Anteil könne auf bis zu zehn Prozent steigen, wenn im Zuge der globalen Erwärmung die Temperaturen um zwei bis drei Grad steigen. Absolute Trinkwasserknappheit wird erreicht, wenn pro Kopf und Jahr weniger als 500 Kubikmeter trinkbares Wasser verfügbar sind.

Dass die Forscher ihren Blick auf Friesland und Ostfriesland lenken, kommt nicht von ungefähr. Insbe­sondere in Küstenregionen sind die Wasserressourcen durch Wetteränderungen und einen Meeres­spiegel­anstieg besonders gefährdet. Entlang der niedersächsischen Küste betreibt der OOWV am Festland vier seiner insgesamt 15 Wasserwerke. Der Verband muss sich zwangsläufig die Frage stellen, welche Zukunft sie angesichts des Klimawandels und den möglichen Folgen haben. "Eine Überbean­spruchung der Wasserressourcen würde unweigerlich zu Nutzungskonflikten führen. Umso wichtiger ist es herauszufinden, wie wir das Zusammenspiel mit Entwässerungsverbänden, Landwirtschaft und Industrie weiter verbessern können, um unserem gemeinsamen Versorgungsanspruch gerecht zu werden", sagt OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. (al)

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