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12 Januar 2017 | 14:00

Trinkwasser im Fokus

Treffen zum Thema Nitrat im Trinkwasser: Roman Kaak (VSHEW), Dr. Guido Austen (Zweckverband Wasserwerk Wacken), Olaf Deich (Stadtwerke Elmshorn), Mark Helfrich (CDU), Torsten Fischer (Stadtwerke Glückstadt), Gregor Gülpen (Stadtwerke Itzehoe), Andreas de Vries (Gemeindewerke St. Michel Energie), Bild: VSHEW
Bild: VSHEW
Treffen zum Thema Nitrat im Trinkwasser: Roman Kaak (VSHEW), Dr. Guido Austen (Zweckverband Wasserwerk Wacken), Olaf Deich (Stadtwerke Elmshorn), Mark Helfrich (CDU), Torsten Fischer (Stadtwerke Glückstadt), Gregor Gülpen (Stadtwerke Itzehoe), Andreas de Vries (Gemeindewerke St. Michel Energie)
Der CDU-Abgeordnete Mark Helfrich informiert sich bei den schleswig-holsteinischen Stadt- und Gemeindewerken.

Vertreter der schleswig-holsteinischen Stadt- und Gemeindewerke und des Zweckverbands Wasserwerk Wacken haben sich gestern mit dem  CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich in dessen Heimatstadt Itzehoe getroffen. Helfrich wollte sich einen persönlichen Eindruck über die Trinkwasserqualität in Norddeutschland machen, berichtet der Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) per Pressemitteilung.

"Die Medienberichte zur zunehmenden Grundwasserbelastung mit Schadstoffen in Schleswig-Holstein nehme ich ernst", so Helfrich. Allerdings konnten die Trinkwasserexperten des Verbands keine Entwarnung geben. "In Schleswig-Holstein hat die Grundwasserbelastung durch Pestizide, deren Abbauprodukte sowie durch Nitrat 2016 in einem alarmierenden Ausmaß weiter zugenommen", berichtete Dr. Guido Austen, Vorsitzender des VSHEW-Ausschusses "Wasserversorgung". Der Grundwasserschutz müsse daher in Zukunft deutlich besser abgesichert werden. Die dafür notwendige Ausweisung von Wasserschutzgebieten sei deutlich zu beschleunigen. Eine Verfahrensdauer von sechs bis sieben Jahren sei in der aktuellen Belastungssituation nicht hinnehmbar.

Wirksame Überwachung fehlt

"Insbesondere mangelt es an einer wirksamen Überwachung der ordnungsrechtlichen Vorschriften zum Grundwasserschutz", kritisierte VSHEW-Geschäftsführer Roman Kaak. Die Wasserversorger lieferten zwar beispielsweise regelmäßig Messwerte an die Kreiswasserbehörden ab. Diese würden aber nicht systematisch von den zuständigen Landesbehörden ausgewertet, so Kaak. "Damit wissen Politik und Verwaltung nicht, ob ihre Grundwasser-Schutzmaßnahmen überhaupt greifen." (al)

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im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.