Mary-Polly wird in der Nacht von Donnerstag auf Freitag aus dem Graben im Kölner Süden befreit. Dafür muss sie allerdings in Einzelteile zerlegt werden.
© Rheinenergie

Durchbruch beim Dükerbau in Köln – mit Video

Mary-Polly hat es geschafft: Die Tunnelbohrmaschine wurde von der Rheinenergie zur Vorbereitung eines Dükerbaus eingesetzt. Nach erfolgreicher Mission steht jetzt ihre Bergung bevor. Der Durchbruch wurde per Video festgehalten.

Fünf Wochen lang hat sich die 40 Tonnen schwere Bohrmaschine durch das Erdreich unter dem Rhein gegraben. Am Dienstag kam sie endlich in der Zielgrube im Bayenthalgürtel an – rund eine Woche früher als geplant. Nun bereitet die Rheinenergie die Bergung des Ungetüms vor. Dazu wird die Maschine in der Nacht zum Freitag in ihre Einzelteile zerlegt.

Die Vorbereitungen beginnen bereits am Donnerstagabend gegen 21.15 Uhr im Kölner Süden. Dazu werden Teile des Bayenthalgürtel gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Um Mary-Polly aus der Grube zu holen, kommen ein 200-Tonnen-Kran und zwei Schwertransporter zum Einsatz.

Leitungsarbeiten stehen noch aus

Nachdem Mary-Polly den 725 Meter langen Tunnel für den Düker frei gebaggert hat, beginnen in den kommenden Tagen die Leitungsarbeiten. Anschließend wird der Düker verfüllt und soll das links- und rechtsrheinische Trinkwassernetz unter dem Fluss miteinander verbinden. Geografisch und historisch bedingt, sind die  beiden Versorgungsgebiete bislang getrennt.

Für ein einheitliches Netz wurden bereits im vergangenen Jahr neue Trinkwasser-Transportleitungen im Bayenthalgürtel verlegt. An diese rund 830 Meter lange Leitung wird der Düker nach seiner Fertigstellung angeschlossen. Rechts des Rheins entsteht derzeit noch eine Verbindung zum Wasserwerk Westhoven. Bis Oktober 2019 soll die 3,1 Kilometer lange Trasse dann bereit für den Anschluss sein.

Die spektakuläre Ankunft von Mary-Polly im Bayenthalgürtel kann unter folgendem Link nachverfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=wwZOapwLmmk&feature=youtu.be (ls)