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Keimverunreinigung bei Stadtwerken Forst

Der Energieversorger aus der Lausitz hat bei einer routinemäßigen Netzüberwachung eine Verunreinigung mit coliformen Keimen festgestellt. Bis auf weiteres gilt eine Wasserabkochanordnung.

Bei den festgestellten Keimen im Netz des brandenburgischen Energieversorgers handelt es sich um sogenannte Indikatorkeime. Da eine regelmäßige Trinkwasseruntersuchung auf alle in Frage kommenden Krankheitserreger unmöglich ist, legt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) colifrome Keime fest, die fäkale Verunreinigung anzeigen. In Forst muss seit dem positiven Testergebnis Trinkwasser und Wasser zur Verarbeitung von Speisen abgekocht werden, um mögliche Krankheitserreger abzutöten, teilte der Energieversorger mit.

Coliforme Keime kommen ähnlich wie Colibakterien im menschlichen und tierischen Darm vor, können allerdings auch durch pflanzliche Fäulnisprozesse in der Natur entstehen und sich über längere Zeit vermehren. Im Gegensatz zu den gefährlichen E.coli-Bakterien, die im Wasser nur aufgrund von direkten fäkalen Verunreinigungen nachzuweisen sind, lassen coliforme Keime lediglich einen Hinweis auf eine allgemeine biologische Verschmutzung des Wassers zu. Laut dem Gesetzgeber dürfen die Indikatorkeime in 100 ml Wasser nicht nachgewiesen werden.

Noch keine vollständige Keimfreiheit

Die Stadtwerke Forst beheben die Verunreinigung mit Spülungen ihrer Versorgungsanlagen. So konnte die Keimzahl mittlerweile auf ein Minimum reduziert werden. An der Messstelle wurde bereits Keimfreiheit festgestellt, allerdings werden die Spülungen bis 01. März fortgesetzt und die Wasserwerte dann erneut getestet. Bis dahin besteht die Wasserabkochanordnung weiter. (ls)