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Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband kauft Stadtwerke Esens

Aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen ist der langfristige Eigenbetrieb der Stadtwerke Esens nicht mehr gewinnbringend. Daher verkauft Esens seine Werke an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

Für 3,3 Millionen Euro veräußert die niedersächsische Stadt ihre Versorgungwerke an den OOWV. Am 15. März werden die Esenser Werke bereits an den norddeutschen Verband übergeben. Dies beschloss sowohl die Versammlung des Wasserverbands, als auch die Stadtratsversammlung einstimmig, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Esens.

Anlass für die Übergabe des Betriebs waren fällige Instandhaltungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen. Der zuständige Landkreis, Wittmund stellte vergangenes Frühjahr Anforderungen an die Organisation und Qualifikation von Trinkwasserversorgern. Der Esenser Versorger kann diese im Verhältnis zu seinen Erträgen allein nicht stemmen. So würden bisherige Gewinne gegen Null laufen und mittelfristig sogar ins Minus abrutschen, zumal jährliche Teilsanierungen des Versorgungsnetzes in die Umsetzungsmaßnahmen einbezogen werden müssten, erläuterte der Stadtdirektor von Esens. Ein Verkauf war daher naheliegend.

Höhere Wasserpreise ab 2018

Für die 7000 Einwohner und Kunden der Stadtwerke Esens bedeutet der Verkauf an den OOWV eine Erhöhung ihrer Trinkwasserkosten. Zwar bleibt der Wassertarif dieses Jahr noch unverändert bei 80 Cent netto pro Kubikmeter bestehen, Anfang 2018 gilt jedoch das OOWV-Tarifmodell mit 84 Cent pro Kubikmeter. (ls)