Der MAWV kontrolliert regelmäßig die Gehalte von Uran im Reinwasser.
Bild: MAWV

Urangehalte unter Grenzwert

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) ist erbost über das Vorgehen der Landtagsfraktion der Bündnis-Grünen, die im Wasserwerk Wildau zu hohe Urangehalte vermuteten.

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) hat am 1. Februar den Ausschuss für Umwelt und kommunale Ordnung der Stadt Wildau über die Trinkwasserqualität des Wasserwerks Wildau informiert. Hintergrund war eine Pressemitteilung der Landtagsfraktion der Bündnis-Grünen von Anfang Januar 2018, worin mitgeteilt wurde, dass der Grenzwert für Uran im Wasserwerk Wildau überschritten wird. „Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum die Politik ohne Nachfrage bei den zuständigen Fachleuten die Bevölkerung so verunsichert und unsensibel mit der Angst der Leute umgeht“, empörte sich Peter Sczepanski, Verbandsvorsteher des MAWV, in seinen Ausführungen.

Unabhängige Labore prüften das Wasser regelmäßig streng darauf, ob die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte für eine Vielzahl von Parametern eingehalten werden. Wie es um die Urangehalte stehe, zeige die Grafik eindeutig. Falko Börnecke, Technischer Leiter beim MAWV, berichtete, dass das Wasserwerk Wildau in den Morgen- und Abendstunden Trinkwasser in das Netz einspeist. Außerhalb dieser Spitzenzeiten wird Wildau über die Wasserwerke in Eichwalde und Königs Wusterhausen versorgt. Das Trinkwasser habe eine ausgezeichnete Qualität und sei unbedenklich direkt aus dem Wasserhahn zu genießen. Eine Kontrolle des Wassers finde nicht erst im Wasserwerk, sondern schon frühzeitig in sogenannten Vorfeldmessstellen statt. Das Wasser, das dort untersucht wird, gibt uns eine Tendenz, welche Qualität des Grundwassers uns in 30 bis 50 Jahren an den Brunnen im Wasserwerk erwartet.
Die Landtagsfraktion der Grünen hatte am 3. Januar eine Übersichtskarte mit allen Stellen Brandenburgs veröffentlicht, bei denen erhöhte Nitrat- und Uranwerte zu vermuten sind. (al)