Auch in diesem Jahr können Sie Ihre Stimme abgeben und über die Gewinner:innen des STADTWERKE AWARDs 2026 mitentscheiden. Die Online-Abstimmung ist ab dem 29. Juni freigeschaltet. Sie endet am Sonntag, den 13. Juli. Sie haben eine Stimme, hier geht es zur Abstimmung.
Die Preisträger des STADTWERKE AWARD 2026 werden durch ein kombiniertes Verfahren ermittelt: Zwei Drittel der Gesamtwertung stammen aus dem Ergebnis der Fachjury, ein Drittel entfällt auf das Leservoting der ZFK.
Weitere Informationen zum STADTWERKE AWARD 2026 finden Sie hier.
Die nominierten Projekte im Überblick
Energieversorgung Mittelrhein AG
Die Energieversorgung Mittelrhein AG tritt mit dem Projekt „Smartes Energiesystem“ an. In diesem Kooperationsprojekt mit der greenblocks GmbH wurde das Home Energy Management System „evm+ Energiepilot“ (liya) für Privatkunden ins Leben gerufen. Das System vernetzt PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox intelligent. Alle Energieflüsse werden vollautomatisch gesteuert, inklusive dynamischem Stromtarif (evm+ Dynamikstrom) und netzdienlicher Regelung. Kunden sparen hiermit jährlich bis zu 4.100 € Stromkosten. Das Resultat ist ein skalierbares Ökosystem, das den Grundstein für ein virtuelles Kraftwerk und neue Erlösquellen aus Flexibilitätsmärkten legt.
Hamburger Energienetze GmbH
Die Hamburger Energienetze GmbH überzeugen mit ihrem Projekt „gridlytics“. Hierbei handelt es sich um eine zentrale, vollständig quelloffene Datenplattform für technische Netzdaten. Betrieben wird sie im eigenen Rechenzentrum, souverän und somit ohne Lizenzkosten. Ziel ist es, die Daten aus IT und OT (Operational Technology, Betriebstechnologie) in einem einheitlichen Netzdatenmodell zu bündeln und Zeitreihen langfristig zu speichern. Dadurch sind die Daten für Visualisierung, Reporting, Alerting, Analysen und Prognosen nutzbar. Das Ergebnis sind vereinfachte Planungsprozesse, optimierte Instandhaltung, schnellere Netzintegration und ein gezielterer Ressourceneinsatz.
jENERGIE GmbH
Die jENERGIE GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH, geht mit dem Projekt „Smartes Quartier Jena-Lobeda – Reallabor für vernetztes Wohnen, Energie und Gesundheit“ ins Rennen. In drei sanierten WBS70-Gebäuden wurden 250 Wohnungen mit intelligenter Gebäudetechnik, digitalen Services und neuen Wohnformen ausgestattet. Gemeint sind damit Smart-Home-Technologien, intelligente Heizungssteuerung, Telemedizinangebote, Gesundheitsapartments für Patienten des Universitätsklinikums und Serviced Apartments für temporäres Wohnen. Außerdem wird ein aktives Community Management angeboten, das Mieter begleitet, digitale Angebote verständlich macht und Nachbarschaft stärken soll. Die Hälfte der Wohnungen ist mietpreisgebunden. Entstanden ist somit ein Reallabor für die Zukunft des Wohnens im Bestand.
stadtWERKE Feuchtwangen KU
Die stadtWERKE Feuchtwangen KU haben sich mit dem Projekt „Dekarbonisierung der Region Feuchtwangen“ beworben. In einer Studie in Kooperation mit der Hochschule Ansbach und der Siemens AG wurde ein Konzept zur Dekarbonisierung der Energieversorgung im Gebiet der Stadtwerke Feuchtwangen erstellt. Hierzu wurden PV-Anlagen auf 24 MW ausgebaut, ein 10 MW / 20 MWh batterieelektrischer Energiespeicher ans Netz genommen und Flächen für den Neubau von 21 Windkraft-Anlagen gesichert. Der Bau eines 5 MW Elektrolyseurs mit Abwärmenutzung bei gesichertem Absatz steht vor der Baugenehmigung. Damit ist die Versorgung mit 100% Grünstrom und Grüngas realisiert. Zudem sind Smart Meter im Roll-out und weitere Projekte in Planung.
Stadtwerke Saarbrücken Netz AG
Die Stadtwerke Saarbrücken Netz AG wurden gemeinsam mit greenventory GmbH für ihr Projekt „Algorithmen-basierte Infrastrukturplanung zur Maximierung der Investitionseffizienz“ nominiert. Ein digitaler Zwilling harmonisiert und visualisiert alle Daten und der Algorithmus berechnet exakte Priorisierung-Scores für Erneuerungen der Netzinfrastruktur. Durch Szenarien werden die Transformation der Strom- und Gasnetze sowie des Fernwärmeausbaus präzise abgebildet. Baumaßnahmen können gebündelt und Tiefbaukosten gesenkt werden. Die visuelle Aufbereitung schafft einen schnellen Überblick und dient als fundierte Entscheidungsgrundlage, die die interne Abstimmung und die Kommunikation mit Stakeholdern erleichtert.
Wasserversorgung Feldafing Pöcking gKU
Das Projekt „Digitale Wasserinfrastruktur für morgen – Funkbasierte Zähler und IoT-Netz für die Wasserversorgung Feldafing-Pöcking“ stammt von der Wasserversorgung Feldafing Pöcking gKU. Im Zuge des regulären Zählertauschs wird die Messinfrastruktur für ca. 3.000 Entnahmestellen digitalisiert. Ziel ist der Aufbau einer herstellerneutralen, digitalen Plattform, die über das reine Metering hinaus als kommunale IoT-Infrastruktur dient. Dies beinhaltet effiziente Drive-By-Auslesungen und den Aufbau eines stationären Funknetzes. Bisherige Ergebnisse bestätigen signifikante Prozessoptimierungen: Der Ableseaufwand sank auf ca. acht Arbeitstage und dank automatisierter Datenanalysen konnten Leckagen identifiziert werden.

Die Auszeichnung wird von der Stadtwerkekooperation Trianel, der VKU-Akademie und der ZFK vergeben. Die Bekanntgabe der Gewinner:innen erfolgt im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses.