Erneuerbare

Die grünen Gewinner

Nachhaltigkeit umfasst nicht nur eine Dimension. Wer »Top-Anbieter erneuerbarer Energien in der Region« werden will, muss in drei Facetten glänzen: ökologisch, ökonomisch und sozial.

Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende. Laut Koalitionsvertrag der Ampelparteien soll Deutschland bis 2030 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen er-zeugen. Sonne, Wind und Co. gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.

Aber nicht nur der Staat, sondern auch die Bevölkerung will mehr grüne Energie. Laut einer Akzeptanzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) wünschen sich 83 Prozent der Bürger:innen einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Diese hohe Zustimmung dürfte durch die aktuellen Diskussionen um die Sicherheit der Energieversorgung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg noch gestiegen sein. Und auch das Tempo des Ausbaus sollte sich erhöhen.

Im Jahr 2021 wurden nach Angaben des Bundesumweltamtes 19,7 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs mit erneuerbaren Energien gedeckt. Im Jahr davor waren es 19,3 Prozent. Das ist immerhin mehr als das von der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien festgelegte Ziel von 18 Prozent.

Derzeit gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren des Energieeinsatzes. Im Bereich Strom ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoverbrauch schon beachtlich. Er hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und lag im Jahr 2021 bei 41,1 Prozent. Im Bereich Wärme lag der EE-Anteil nur bei 16,5 Prozent und im Bereich Verkehr sogar nur bei 6,8 Prozent.

Drei relevante Bereiche

Vor diesem Hintergrund analysiert eine aktuelle Studie der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) und Focus Money die Daten des sogenannten Social Listenings von 800 Unternehmen im Hinblick darauf, wer »Top-Anbieter erneuerbarer Energien in der Region« sind. Hierbei werden Aussagen zu drei relevanten Bereichen untersucht:

Ökologische Nachhaltigkeit: Umgang mit natürlichen Ressourcen/Rohstoffen, Erhalt der biologischen Vielfalt, Effizienz der Energie- und Rohstoffnutzung, Umweltschutz, alternative Energiequellen, ökologischer Fußabdruck, Recycling

Ökonomische Nachhaltigkeit: umweltfreundliche Produktionsweise, fairer Handel, Optimierung der internen Prozesse (Stromverbrauch/Wasserverbrauch/Kraftstoffverbrauch/Abfallaufkommen), Transparenz, Risiko- und Reputationsmanagement, Corporate Social Responsibility (CSR), Greenwashing, nachhaltige Lieferkette
 

Soziale Nachhaltigkeit: Integration und Inklusion, gesellschaftliche Verantwortung, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsschutz, Menschenrechte/Kinderrechte, Gender Pay Gap, soziales Engagement, soziale Projekte, Spendenaktionen.

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Die Analyse wird vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung IMWF) durchgeführt, das mit einem datengestützten Ansatz die Kommunikation von Unternehmen untersucht. Basis ist dabei die gesamte öffentliche Kommunikation auf 438 Mio. Webseiten. Da- mit kann die Resonanz der Aktivitäten einer Organisation in Echtzeit gemessen werden.

Hauptaktivität vom IMWF ist die quantitative und qualitative Medienanalyse für Unternehmen, die ihre Medienpräsenz, ihr Markenimage oder ihre Reputation auswerten wollen. Medienbeiträge lediglich zu sammeln, reicht nicht mehr aus, stellen die Experten fest. Wer seine Kommunikation gezielt einsetzen möchte, muss über die bloße Medienbeobachtung hinausgehen – und die Botschaften hinter der Berichterstattung und die jeweiligen Dynamiken verstehen.

Eine gute Medienanalyse vereint des- halb quantitative und qualitative Methodik und untersucht ein möglichst breites Panel nach verschiedenen Kriterien. Die Kriterien und Kennzahlen können sich je nach Analysezweck unterscheiden. Die Methode eignet sich damit auch dafür, die Besten einer Branche in einem bestimmten Bereich zu ermitteln.

Weitere Siegel:

Karrierechancen

Vertrauen

Energieanbieter