Die Energiewende stellt Energieversorger vor tiefgreifende Herausforderungen: steigender Investitionsbedarf trifft auf wachsenden Wettbewerbsdruck und zunehmende Komplexität. Für viele Unternehmen bedeutet dies tiefgreifende Veränderungen in Organisation und Arbeitsweise und gleichzeitig die Notwendigkeit, ihre Strukturen und Prozesse konsequent auf Effizienz auszurichten.
Die ELE-Gruppe hat diesen Handlungsbedarf früh erkannt. Bereits vor zwei Jahren hat der Energiedienstleister für die Region Emscher-Lippe mit dem Transformationsprogramm "Nova" die Grundlagen für einen strukturierten Wandel geschaffen. Darauf aufbauend treibt das aktuelle Effizienzprogramm "Esprit" des Unternehmens nun gezielt die Optimierung von Prozessen voran.

Transformation und Effizienz gehören für uns zusammen.
Jasmin Hoffmann
Leiterin Unternehmensentwicklung der ELE
"Transformation und Effizienz gehören für uns zusammen", sagt Jasmin Hoffmann, Leiterin Unternehmensentwicklung bei der ELE. "Nur wenn wir unsere Arbeitsweisen und Strukturen kontinuierlich weiterentwickeln, können wir die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich bewältigen."
Nova ist das Fundament für Zusammenarbeit und Führung
Im Zentrum von "Nova" stand die Leitfrage, wie sich die Unternehmensgruppe zukunftsfähig aufstellen muss, um den steigenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Das Transformationsprogramm hat hierfür den Grundstein gelegt und zentrale Weichen für Zusammenarbeit, Führung und Kompetenzentwicklung neu ausgerichtet.
Innerhalb von zehn Monaten erarbeiteten über 50 Mitarbeitende aller Unternehmensbereiche und Hierarchieebenen gemeinsam mit Personalbereich und Betriebsrat zentrale Grundlagen für die Weiterentwicklung der Organisation. Der breite Beteiligungsansatz stellte sicher, dass unterschiedliche Perspektiven einfließen und die Ergebnisse in der Organisation verankert und von den Linienfunktionen konsequent weitergeführt werden.
Auf dieser Basis wurden unter anderem die Unternehmenskultur analysiert und gezielt weiterentwickelt, ein gemeinsames Führungsverständnis definiert, ein Kompetenzmodell für die künftige Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften erarbeitet sowie die strategische Nachfolgeplanung konkretisiert. Zudem wurde das Fundament für die Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke gelegt. Die Unternehmensstrategie diente dabei durchgehend als richtungsweisender Rahmen.
Während "Nova" die kulturellen und organisatorischen Grundlagen gelegt hat, richtet sich das aktuelle Programm "Esprit" konsequent auf Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung aus. Zentral geht es um drei Aspekte: die Vereinfachung und Beschleunigung von Prozessen, den sinnvollen Einsatz von Automatisierung und digitalen Lösungen sowie die Neustrukturierung oder Verzichtbarkeit von Abläufen.
Veränderung braucht Zeit und Akzeptanz

Es geht darum, unsere Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Manfred Ackermann
Geschäftsführer der ELE
"Mit 'Esprit' setzen wir den nächsten Baustein auf unserem Weg zu einer zukunftsfähigen Organisation um", sagt Hoffmann. "Es geht darum, unsere Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken und natürlich auch einen Ergebnisbeitrag für die Unternehmensgruppe zu generieren", hebt Manfred Ackermann, Geschäftsführer der ELE, hervor. Die Programme greifen ineinander und verändern das Unternehmen spürbar. Gleichzeitig ist sich die ELE bewusst, dass Transformation kein kurzfristiges Projekt ist.
"Derzeit passieren viele Veränderungen gleichzeitig, das ist anspruchsvoll für unsere Organisation", sagt Hoffmann. "Unterschiedliche Wahrnehmungen und Reaktionen sind dabei völlig normal und Teil eines solchen Veränderungsprozesses." Entscheidend sei deshalb, die Mitarbeitenden aktiv einzubinden und Transparenz zu schaffen.
Die Erfahrung der vergangenen Monate zeigt: Mit zunehmender Klarheit über Ziele und Maßnahmen wächst auch die Akzeptanz für den Wandel. Hierfür setzt die ELE-Gruppe unter anderem eine Change-Managerin ein, die die Transformation nachhaltig gestaltet.
Ein zentraler Hebel der Veränderung ist neben der Transparenz auch die interne Kommunikation. Rückmeldungen aus der Belegschaft und Ideen der Fachbereiche wurden gezielt in konkrete Formate überführt, die Transparenz schaffen, Feedback ermöglichen und den bereichsübergreifenden Austausch fördern. Unter anderem gibt es Mentoring unter Führungskräften, Dialoge mit der Geschäftsführung, regelmäßigen Austausch zu Projekten und Initiativen sowie einen internen Strategie-Podcast. Allesamt sollen das Verständnis für anstehende Veränderungen stärken.
Kontinuierlicher Wandel als strategische Aufgabe
"Transformation ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess", betont Ackermann. "Unser Ziel ist es, die ELE schrittweise weiterzuentwickeln und gleichzeitig die notwendige Stabilität im Tagesgeschäft zu sichern. Die Kombination aus kulturellem Wandel und konsequenter Effizienzsteigerung soll dabei sicherstellen, dass die ELE auch künftig als leistungsfähiger regionaler Energieversorger erfolgreich agieren kann."
