Steht seit 2016 an der Spitze von RWE: Rolf Martin Schmitz.

Steht seit 2016 an der Spitze von RWE: Rolf Martin Schmitz.

Bild: © RWE

Die Hauptversammlung des Hamburger Wind- und Solarparkbetreibers Encavis hat den früheren RWE-Konzernchef Rolf Martin Schmitz zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist der bisherige Vorsitzende des Kontrollgremiums Manfred Krüper.

Die anwesenden stimmbereichtigten Aktionäre des im MDAX notierten Unternehmens hatten zuvor erstmalig nach elf Jahren beschlossen, das komplette Konzernperiodenergebnis zu thesaurieren und auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Das Ergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen und nicht als Dividende ausgeschüttet werden, um das beschleunigte Wachstum des Konzerns aus eigener Kraft zu unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Energiekrise werde bis zum Ende dieses Jahrzehnts ein besonders starkes Wachstum des Marktes erwartet, an dem Encavis führend teilnehmen soll, heißt es weiter.

Gesamterzeugungs-Kapazität liegt bei rund 3,5 GW

Bereinigt um nicht-zahlungswirksame Bewertungs- und Zinseffekte, die Abschreibungen nach sich ziehen, sowie latente Steuern war der Encavis-Gewinn im vergangenen Jahr um über 30 Prozent auf 101 Millionen Euro gestiegen.

Die Encavis AG erwirbt und betreibt Wind- und Solarparks in zwölf Ländern Europas. Die Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung erwirtschaften laut Unternehmensangaben stabile Erträge durch garantierte Einspeisevergütungen (FIT) oder langfristige Stromabnahmeverträge. Die Gesamterzeugungskapazität des Encavis-Konzerns beträgt aktuell rund 3,5 Gigawatt (GW), davon mehr als 2,1 GW durch die Encavis AG.

Mittelfristig will das Encavis-Management mit 5,8 Gigawatt mehr als das Zweieinhalbfache seiner heutigen Erzeugungskapazitäten ans Netz angeschlossen haben. (hoe)

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